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SWD in schwierigem Umfeld gut behauptet
Wandel vom Energielieferanten zum Energiedienstleister

Die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 trotz eines deutlich verschlechterten Umfelds gut behaupten. Dieses Fazit zog Geschäftsführer Heinrich Klocke heute bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2009.



Sorgen bereitete dem Dürener Energieversorger vor allem die Wirtschaftskrise, die auch in der Region ihren Niederschlag fand. Die Auswirkungen für die SWD spiegelten sich in einem sinkenden Absatz und Umsatz bei Strom und Erdgas wider. Zusätzlich schmälerten mehrere Preissenkungen beim Erdgas die Einnahmenseite. Vor diesem Hintergrund verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 um rd. 10,2 Mio. Euro auf 152,1. Mio. Euro (- 6,3 %).

Absatz von Strom und Erdgas rückläufig
Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftkrise haben sich in 2009 auch im Energieabsatz der Stadtwerke Düren niedergeschlagen. Der konzernexterne Stromabsatz betrug im Geschäftsjahr 2009 rund 288 GWh. Gegenüber dem entsprechenden Außenabsatz des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang in Höhe von 40 GWh. In der Erdgasversorgung konnten im Geschäftsjahr 2009 insgesamt rund 1.055 GWh (Vorjahr 1.259 GWh) abgesetzt werden. Der Rückgang ist im Wesentlichen konjunkturbedingt und auf den bedeutenden Industrieanteil am Absatzportfolio der SWD zurückzuführen.

Im Bereich der Wasserversorgung wurde im Geschäftsjahr 2009 eine externe Abgabemenge in Höhe von 5,2 Mio. m³ verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Absatz somit nahezu konstant.
Der Außenabsatz im Bereich des „Wärme-Contractings“ betrug im Geschäftsjahr 2009 rund 34 GWh. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Absatzplus von 8,6 %. Das Hallenbad Jesuitenhof konnte in 2009 insgesamt rund 196.000 Gäste begrüßen, rd. 13.000 Besucher weniger als im Vorjahr.

Neben den rückläufigen Verbräuchen zeigte auch der zunehmende Wettbewerbsdruck seine Einflüsse auf die Einnahmeseite. So bemühen sich derzeit rund 60 Strom- und 18 Erdgasanbieter für den Bereich Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düren um die Gewinnung neuer Kunden. Durch spezielle Kundenbindungs- und Rückgewinnungsaktionen gelang es SWD trotz der stetig steigenden Konkurrenz einen Marktanteil von rd. 90 % zu verteidigen.

Jahresüberschuss zufriedenstellend
Unter Berücksichtigung dieser schwierigen Rahmenbedingungen kann SWD für das Geschäftsjahr 2009 auf einen zufriedenstellenden Jahresüberschuss in Höhe von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr -6.6 Mio. Euro) verweisen. Die Stadtwerke profitierten hierbei sowohl von internen Projekten zur Kostenreduzierung als auch von der teilweisen Auflösung einer im Jahr 2008 im Rahmen der sogenannten „Mehrerlösabschöpfung“ gebildeten Rückstellung. Bezüglich der Regelung zur „Abschöpfung etwaiger Mehrerlöse“, welche dadurch erzielt wurden, dass im Zeitraum zwischen dem ersten Genehmigungsantrag der Netzentgelte Strom und Gas und der ersten Entgeltgenehmigung durch die Behörden über den genehmigten Kalkulationen liegende Netzentgelte abgerechnet wurden, hat die Bundesnetzagentur zum Ende des Geschäftsjahres 2009 ein so genanntes „vereinfachtes Verfahren“ angeboten. Dieses wurde seitens der Stadtwerke Düren und ihrer Gesellschafter einvernehmlich akzeptiert.

Stadt Düren profitiert von starken Stadtwerken
Die Stadt Düren und damit die Bürger der Stadt profitierten auch im letzten Jahr von ihrer Beteiligung an den Stadtwerken Düren. Trotz der für 2009 aufgrund eines Verlustvortags aus dem Jahr 2008 ausfallenden Gewinnabführung, flossen von Seiten der SWD ca. 6 Mio. Euro in die Stadtkasse. Zur Freude des Kämmerers, denn die Gewerbesteuer- und Konzessionsabgaben wirken entlastend auf städtischen Haushalt.

Investitionen stark gestiegen
Stark ausgebaut haben die Stadtwerke im letzten Jahr ihre Investitionstätigkeit. Insgesamt flossen hier rd. 7 Mio. Euro (+ 43 %), schwerpunktmäßig in den Ausbau und die Erhaltung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Aber auch in die Ausdehnung des Contractinggeschäfts investierten die SWD deutlich. Dazu zählen die Installationen von Umwelt schonenden Energiegewinnungsanlagen bei Großverbrauchern. Auf Grundlage dieses Modells wird u. a. beim Dürener Service Betrieb mit Hilfe einer Holzhackschnitzelanlage Energie klimaneutral erzeugt. In Produktionsbetrieben sowie Krankenhäusern finden dagegen mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerke ihren Einsatz und helfen dort Energie zu sparen und die CO2-Belastung deutlich zu senken.

27,5 Mio. Euro an lokale Unternehmen vergeben
Von den Investitionen und dem Einkaufsbedarf der Stadtwerke Düren profitierten auch im Jahr 2009 zahlreiche lokale Betreibe, vor allem aber das Dürener Handwerk. Die SWD decken bewusst einen Großteil ihres Einkaufsvolumens lokal und berücksichtigt bei anfallenden Baumaßnahmen verstärkt hiesige Bau- und Installationsbetriebe. 2009 flossen ca. 5,2 Mio. Euro in deren Kassen. „Ein Beitrag zur aktiven Arbeitsplatzsicherung im Stadt- und Kreisgebiet“, betonte Heinrich Klocke. In den letzten fünf Jahren kauften die Stadtwerke Düren für rund 27,5 Mio. Euro bei lokal ansässigen Unternehmen ein.

Mitarbeiterzahl konstant
Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit durchschnittlich 259 (Vorjahr 256), davon 19 Auszubildende, nahezu konstant. Ebenso wie anderen Ausbildungsbetrieben fällt es auch den Stadtwerken zunehmend schwerer, trotz eines breiten Angebots an Ausbildungsberufen, alle ausgeschriebenen technisch-gewerblichen Lehrstellen zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die durchschnittliche Zahl an Auszubildenden erstmals auf unter 20.


Service weiter ausgebaut
Die Stadtwerke Düren setzten auch im letzten Geschäftsjahr verstärkt auf den Ausbau des Serviceangebotes. Zu den größten Projekten zählten dabei der Umbau und die Neuausrichtung des Kundencenters in der Zehnthofstraße, das jährlich rund 45.000 Besucherkontakte zählt.

Vom Energieverbraucherportal erhielten die SWD 2009 wiederholt die Auszeichnung des TOP-Lokalversorgers. Bei der Bewertung wurden neben dem Preis-/Leistungsverhältnis auch das lokale Engagement und der Einsatz für den Umweltschutz bewertet.

Beteiligung regionetz
Die regionetz GmbH ist seit Juni 2006 der gemeinsame Verteilnetzbetreiber der Stadtwerke Düren GmbH und der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV), Stolberg. Beide Unternehmen sind zu jeweils 50 % an der regionetz GmbH beteiligt. Kernaufgabe der regionetz ist ein transparenter und diskriminierungsfreier Betrieb des Strom-, Gas- und Wassernetzes entsprechend der Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Im Auftrag der Energielieferanten transportiert die regionetz Elektrizität, Erdgas und Wasser zu den an die Netze angeschlossenen Industrie-, Gewerbe- und Haushaltskunden.

Zum 1. Januar 2009 hat die erste Phase der sogenannten Anreizregulierung auf Basis der Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (ARegV) begonnen. Hierzu wurden seitens der Bundesnetzagentur sogenannte „Effizienzwerte“ für Netzbetreiber festgesetzt. Auf Basis dieser Werte sowie weiterer allgemeiner Faktoren entstanden so für Netzbetreiber wie die regionetz „Erlösobergrenzen“ für die nächsten fünf (Strom) beziehungsweise vier (Gas) Jahre. Diese Erlösobergrenzen sinken im Zeitablauf kontinuierlich ab. Die Ergebnisentwicklung der regionetz ist auf Basis der nach dem vorgenannten Verfahren mit der Festlegung sogenannter Erlösobergrenzen für die Netznutzungsentgelte mit deutlich mehr Planungssicherheit versehen. Zu den wesentlichen Herausforderungen der regionetz und der Muttergesellschaft Stadtwerke Düren gehören weiterhin die Kompensation der durch die Anreizregulierung bedingten rückläufigen Netznutzungsentgelte Strom und Gas.


Mit zukunftsorientierter Strategie gegen den Trend
Der deutsche Energiemarkt vollzieht derzeit einen einschneidenden Wandel, der sich in einem spürbaren Druck auf die Ergebnis- und Ertragslage der Energieversorger niederschlägt. Dieser Entwicklung werden auch die Stadtwerke Düren zunehmend ausgesetzt. Ursächlich sind hierfür im Wesentlichen folgende Faktoren:

• die weitere Verschärfung von gesetzlichen Rahmenbedingungen,
• die Tendenz zu stark volatilen Beschaffungspreisen für Energie,
• die weiter fortschreitende Liberalisierung auf den Energiemärkten,
• die öffentliche Diskussion der Energiepreise und die Konsequenzen daraus
• die Verringerung des Energiebezugs pro Kopf als Folge von Energieeinsparungen und nicht zuletzt
• der Rückgang der Geburtenrate sowie der kritischere Umgang der Bevölkerung gegenüber einer Energiegewinnung, die nicht regenerativ basierend ist.
Ausbau der regenerativen Erzeugung
Aufbau eines regionalen Kompetenzzentrums für Energieeffizienz
Dem daraus resultierenden Risiko von sinkenden Umsätzen und Erträgen begegnen die SWD bereits heute aktiv mit gezielten Investitionen in die regenerative Energieerzeugung und durch den Aufbau des neuen Geschäftsfelds „Energieeffizienz und Energiedienstleistungen“.

So beteiligten sich die SWD gemeinsam mit 25 anderen Stadtwerken an der „GREEN GECCO GmbH“. Ziel der Gesellschaft ist die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur regenerativen Energieerzeugung. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf deutsche und europäische Projekte in den Bereichen Biomasse, Windkraft, Geothermie, Biogas, Wasser und Solarthermie. Bis zum Herbst diesen Jahres soll mit „An Suidhe“, einem Onshore-Windpark im Norden Schottlands als erste Projekt ein Windpark mit einer installierten Leistung von rund 20 Megawatt in 2010 in Betrieb gehen. Insgesamt plant das Unternehmen (GREEN GECCO) bis 2020 rund eine Milliarde Euro in die Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien zu investieren. Die SWD werden sich im gleichen Zeitraum mit rd. 13. Mio. Euro an verschiedenen Projekten beteiligen.

Die lokalen Aktivitäten auf dem Feld der Erneuerbaren Energien vernachlässigen die SWD dabei nicht. Erst Ende Juni ging auf den Hallendächern der Dürener Kreisbahn (DKB) die Erweiterung des dort im Jahr 2008 installierten Sonnenkraftwerks in Betrieb. Durch die zusätzliche Installation von Solarmodulen wurde die bisherige Leistung von 58,94 kWp nahezu verdoppelt. Insgesamt deckt die Installation bei der DKB unter optimalen Bedingungen jetzt den Jahresstrombedarf von 65 Einpersonenhaushalten. Ein weiteres größeres Photovoltaik-Projekt /für Düren ist derzeit in Vorbereitung.

Erst kürzlich stellten die Stadtwerke das neue Geschäftsfeld „Energieeffizienz/Energiedienstleistungen“ vor. In diesem ist ein breites Spektrum an Angeboten für Großverbraucher, aber auch für Privathaushalte zusammengefasst. Für Industrie- und Geschäftskunden zählen dazu u. a. die Durchführungen von Energie-Audits, die Übernahme des Energie-Managements und die Erzeugung von Druckluft in den Produktions- und Verarbeitungsbetrieben.

Gleichzeitig wird der bereits erfolgreich laufende Einsatz von sogenannten Blockheizkraftwerken weiter voran getrieben. Ihr Vorteil: Sie erzeugen einerseits Wärme und nutzen diese sowohl zum Heizen, als auch zur effizienten Stromerzeugung. Jüngstes Beispiel dafür ist die Heizanlage bei Voith Paper Fabrics, die im Frühjahr offiziell in Betrieb genommen wurde und jährlich rund 620.000 Kilogramm CO2 spart.

Ergänzt wird das SWD-Angebot zusätzlich durch das Heizwärme- und Prozesswärme-Contracting. Bei einem „Contracting“ tragen die Stadtwerke für den Kunden das wirtschaftliche Risiko und übernehmen die Planung, Finanzierung und die Betriebsführung der Anlagen.

Auch für den Privat- und Gewerbekunden bieten die Stadtwerke zukünftig unter dem Namen „Energiesparshop“ ein umfangreiches Dienstleistungspaket an. Dazu zählen neben verschiedenen Formen von Energiesparberatung, auch Thermografieangebote, die Ausstellung von Energieausweisen für Gebäude, sowie der Messgeräteverleih zur Überprüfung des Energieverbrauchs von Elektrogeräten. Abgerundet wird das Programm durch eine umfangreiche Geräteberatung, u a. für Wärmepumpen und Solaranlagen. Aber auch die Beratung zu Förderprogrammen sowie die Handwerkervermittlung zählen ab sofort zum Leistungsspektrum der Stadtwerke Düren.

„Mit diesem Energieeffizienzprogramm bieten wir unseren Kunden sowohl die Möglichkeit zum effektiveren Energieeinsatz, als auch zu einer spürbaren Energieeinsparung. Wir halten es für den richtigen Ansatz, den gestiegenen Energiekosten für Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden durch ein breites Angebot entgegenzuwirken“, erläutert Heinrich Klocke. Die Stadtwerke haben den Anspruch in Düren ein regionales Kompetenzzentrum für Energieeffizienz aufzubauen und sehen sich hier als Vorreiter eines, sich noch im Anfang befindlichen, Umdenkens in Sachen Umsetzung von Energieeffizienzthemen.

Generell sind Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen durch Kooperationen, wie der jüngsten Leitwartenkooperation mit den Stadtwerken Jülich, auf allen Wertschöpfungsstufen denkbar. Auch diesen Möglichkeiten stehen die Stadtwerke Düren offen gegenüber.


Ausblick
Die Stadtwerke Düren sehen sich trotz deutlich verschlechternder Rahmenbedingungen für die Zukunft gut gerüstet. Durch frühzeitige Investitionen in neue Geschäftsfelder und Technologien, den stetigen Ausbau von Service- und Beratungsleistungen und der Entwicklung attraktiver Produkte wird Dürens Energieversorger auch den kommenden Herausforderungen begegnen. „Gute Nachrichten auch für die Dürener Kunden, die einerseits auf einen zuverlässigen und stabilen Geschäftspartner vertrauen können und denen wir bis zum Ende des Jahre 2010 eine Preisgarantie für die Haushaltstarife evivo Strom- und Erdgas geben können“, versprach Geschäftsführer Heinrich Klocke.



Die Stadtwerke Düren GmbH ist der Energie- und Wasserversorger der Stadt Düren und der Gemeinde Merzenich. Sie bietet ihren rund 60.000 Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. SWD beschäftigen rund 260 Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 wurde das Unter¬nehmen wiederholt vom Energieverbraucherportal zum TOPLOKAL-VERSORGER ausgezeichnet. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, geprüft durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert.


Für Rückfragen:
Stadtwerke Düren GmbH
Jürgen Schulz
Unternehmenskommunikation
Tel. 02421 126-400
Fax 02421 126-202
juergen.schulz@stadtwerke-dueren.de


Düren, 13. Juli 2010

 

Willkommen bei der SWD

Ihr TOP-Lokalversorger mit Auszeichnung
Stadtwerke Düren

Bei den Stadtwerke Düren (SWD) sind Sie gut aufgehoben!

Das Energieverbraucherportal hat Dürens führenden Energieversorger erneut zum TOP-Lokalversorger ausgezeichnet. Bereits im letzten Jahr konnten sich die SWD-Kunden über die Auszeichnung ihres Lieferanten durch einen unabhängigen Internetvergleichsrechner freuen.

SWD-Kunden bauen auf ein faires Preis-/Leistungsverhältnis und ein starkes Engagement vor Ort , ohne Wenn und Aber! Profitieren Sie z. B. durch die Spartarife "evivo-privat" und "evivo-erdgas plus" oder vom neuen "evivo-naturstrom" aus 100 % Wasserkraft.

Lassen auch Sie sich diese Sparvorteile nicht entgehen!

Mehr zu unseren Angeboten und Leistungen finden Sie nicht nur auf dieser Internetseite, sondern erfahren dies gerne auch persönlich von unseren Kundenberatern.

Wir freuen uns auf Sie!


Ihre Stadtwerke Düren GmbH