Blockheizkraftwerk senkt Energiekosten des Gesundheitszentrums

Künftig spart das „Bethlehem“ in Stolberg viel Geld – dank der neuen Haustechnikzentrale

Neues Energiezentrum für das „Bethlehem“

• Blockheizkraftwerk senkt Energiekosten des Gesundheitszentrums um jährlich 80.000 Euro
• Anlage produziert 50 % des täglichen Strombedarfs selber
• Geringer Wartungsaufwand
• Kooperation von Gesundheitszentrum, SWD und EWV

Düren, den 07. August 2015

Düren/Stolberg. Das „Herz“ im Keller des in Stolberg ansässigen Bethlehem Gesundheitszentrums gibt ein leises Brummen von sich. Mit geübtem Blick lesen Hans Fräger und Mario Schmitz die Werte ab . Ein zufriedenes Lächeln huscht über die Gesichter der beiden Mitarbeiter vom „Bethlehem“  ¬-  die Haustechnikzentrale mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro arbeitet wie geplant. Die neue  Zentrale schont die Umwelt und reduziert die Energiekosten.  „Strom und Gas stellen in einem Krankenhaus einen enormen Kostenfaktor dar. Jährlich geben wir rund 800.000 Euro dafür aus. Dank der neuen Haustechnikzentrale können wir diese Kosten künftig um 80 000  Euro senken“, sagt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Krankenhauses, mit Blick in die Runde. Die Runde besteht aus Vertretern der Energie- und Wasser-Versorgung (EWV) und der Stadtwerke Düren (SWD). Ebenfalls involviert war das Ingenieurbüro Kurt Schmitt aus Mayen, ein Spezialist für Anlagen dieser Art.

40 Jahre im Dienst
Die Anlage, die das Krankenhaus bislang mit Energie versorgte, hatte 40 Jahre lang ihren Dienst getan und war im Vergleich zu modernen Systemen natürlich deutlich wartungsintensiver. Es lag auf der Hand, dass ein leistungsstarkes Krankenhaus wie das „Bethlehem“ auch eine moderne Energiezentrale haben muss. So werden künftig pro Jahr 80 000 Euro für Gas und Strom eingespart.

Die neue Haustechnikzentrale, die aus einem Blockkraftheizwerk, Heizkessel, Warmwasseraufbereiter und Dampferzeuger besteht,  wurde passgenau für das „Bethlehem“ entwickelt und  produziert so viel Strom und Abwärme, um damit theoretisch 80 Haushalte zu versorgen. Im „Bethlehem“ deckt die Anlage rund 50 Prozent des Stroms, der tagsüber verbraucht wird, ab. Die restlichen 50 Prozent bezieht das Krankenhaus aus dem öffentlichen Netz. In der Nacht kann das Gesundheitszentrum komplett aus eigenen Ressourcen die Stromversorgung bewerkstelligen.

Beeindruckend ist aber nicht nur das Leistungsvermögen des Systems, das ein komplettes Krankenhaus samt Großküche energetisch versorgt: Auch die Tatsache, dass das Projekt innerhalb eines Jahres realisiert werden konnte, ist beachtlich. Man kann sich leicht ausmalen, welche Herausforderung es ist, eine solche Anlage passgenau für ein 150 Jahre altes Krankenhaus zu planen und zu bauen – und das neue System während des laufenden Betriebs zu installieren.
Zu jedem Zeitpunkt der Bauphase musste die Energieversorgung im Haus gesichert sein: „Man darf nie vergessen, dass an der energetischen Versorgung eines Krankenhauses Menschenleben hängen“, betont EWV-Vertriebsleiter Axel Kahl.

Maßgeschneidertes Konzept
Für Martin Küpker, verantwortlicher SWD-Projektleiter, ist das Projekt im „Bethlehem“ ein gutes Beispiel für gelungenes Contracting. Aber: „Contracting funktioniert nicht nach Schema F, sondern muss individuell angepasst werden“, betont SWD-Vertriebsleiter  Ingo Vosen mit Blick auf die unterschiedliche Anforderungen, die es zu berücksichtigen galt, um dem „Bethlehem“ ein „passgenaues Herz“ zu geben.

So funktioniert ein BHKW
Das Prinzip eines Blockheizkraftwerk basiert darauf, dass zusätzlich zum erzeugten Strom die Abwärme genutzt wird. Die Anlage besteht im Kern aus Motor, Generator und Wärmetauscher. Der Motor wird mit einem Brennstoff – im Bethlehem wird hierfür Gas genutzt – betrieben. Die erzeugte Energie wandelt der Generator in elektrischen Strom um, und die anfallende Abwärme wird durch den Wärmetauscher als Heizenergie nutzbar gemacht.
Hier noch ein paar Zahlen: Das Leistungsvermögen des BHKW im „Bethlehem“ umfasst 290 Kilowatt thermische Energie und 250 kW elektrische Energie (Dampferzeuger für die Küche: 380 kW).

Bildunterschrift
• Künftig spart das „Bethlehem“ viel Geld – dank der neuen Haustechnikzentrale. Unser Bild Dirk Offermann, Geschäftsführer Bethlehem Gesundheitszentrum (4.v.l.) sowie Hans Fräger (2.v.r.) und Mario Schmitz (rechts) zusammen mit den Vertretern der SWD Wilhelm Meinert, (links), Ingo Vosen (4.v.r.), Martin Küpker (3.v.r.), sowie von der  EWV, Axel Kahl (2.v.l.) und Georg Kreutz (5.v.l.) sowie Kurt Schmitt,  Wilhelm Schmitt GmbH (3.v.l.)


Foto: Eisenmenger / Bethlehem Gesundheitszentrum, Stolberg

 

Über die Stadtwerke Düren
Die Stadtwerke Düren GmbH ist der Energie- und Wasserversorger für die Stadt Düren sowie die Gemeinde Merzenich. Anteilseigner der SWD sind die Stadt Düren und die RWE Deutschland AG. Die Stadtwerke Düren GmbH bietet ihren rund 60.000 Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 260 Mitarbeiter, davon rund 18 Auszubildende. In puncto Umwelt sind die SWD regional und überregional stark engagiert. Dazu gehört die Beteiligung an der Green GECCO GmbH & Co. KG und an der Rurenergie GmbH. Beide Gemeinschaftsunternehmen entwickeln und realisieren Projekte rund um regenerative Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2015 jährlich vom Energieverbraucherportal als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet.

 

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