In schwierigem Umfeld gut behauptet


● Jahresüberschuss beträgt 5,9 Millionen Euro
● Projekt „SWD 2025“ stellt Weichen für die Zukunft
● neue Produkte und Dienstleistungen in der Entwicklung


Düren, den 24. Mai 2017

Die Stadtwerke Düren (SWD) haben im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von 5,9 Millionen Euro (Vorjahr 6,5 Millionen Euro) erwirtschaftet. Dabei stiegen die Umsatzerlöse in einem weiterhin schwierigen Umfeld im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 129 Millionen Euro. Der regionale Dienstleister, Energie- und Wasserversorger konnte in allen Sparten zulegen. Grund für die positive Entwicklung ist insbesondere der um rund 15 Prozent gestiegene Stromabsatz, der auf eine kühle Witterung sowie Neuverträge im Geschäftskundenbereich zurückzuführen ist. Zudem ist die Kundenzufriedenheit weiterhin hoch. Die Stadtwerke Düren investierten zusammen mit ihrem Tochterunternehmen Leitungspartner sowie über verschiedene Beteiligungen insgesamt rund 13 Millionen Euro, unter anderem in den Erhalt und die Zukunftssicherheit der Netze in Düren sowie für den Ausbau regenerativer Energien. Für 2017 prognostizieren die SWD einen Jahresüberschuss in Höhe von 5,5 Millionen Euro.

„Vor dem Hintergrund einer weiterhin anspruchsvollen Marktlage sind wir mit unserem Ergebnis zufrieden. Es zeigt, dass wir die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben“, so SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke. Der Energiemarkt befindet sich aktuell in einem starken Umbruch, der sich auch auf die Geschäftsmodelle der Stadtwerke auswirken wird und bereits auswirkt. Deshalb haben die SWD im vergangenen Jahr das Strategieprojekt „SWD 2025“ gestartet. Zu Beginn haben dazu verschiedene Arbeitsgruppen globale Megatrends analysiert und relevante Themenfelder herausgearbeitet, die besonderen Einfluss auf die Zukunft der SWD-Gruppe haben werden: Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Zudem wurden zehn potentielle Geschäftsfelder identifiziert und auf ihre individuellen Marktchancen für die SWD-Gruppe untersucht. Für die chancenreichsten werden nun Produkte und Lösungen entwickelt.

Dekarbonisierung: SWD fördern Energiewende auf vielen Ebenen
Die Dekarbonisierung – also die Abkehr von fossilen Brennstoffen zur CO2-freien Energieerzeugung – ist eines der weitreichendsten Themen der Energiewirtschaft, mit dem sich auch die SWD befassen. Deshalb gehört auch das 2017 offiziell gestartete Photovoltaik-Programm der SWD zu den ersten Maßnahmen des Strategieprojekts „SWD 2025“, das nach einer erfolgreichen Planung im Geschäftsjahr 2016 nun umgesetzt wird. „Mit diesem Projekt möchten wir die Solarwende in die Stadt bringen und Besitzern von Immobilien zeigen, wie attraktiv und umweltfreundlich die eigene Stromgewinnung durch Sonnenkraft sein kann“, erklärt Heinrich Klocke. Mit einer Solaranlage von den SWD können Kunden selbst umwelt- und klimafreundlichen Strom aus Sonnenkraft produzieren und so bis zu 50 Prozent ihres eigenen Verbrauchs abdecken. Nicht verbrauchter Strom wird automatisch ins Netz eingespeist und vergütet. „Damit das auch wirklich für jeden Privathaushalt attraktiv ist und nicht unbedingt eigenes Kapital eingesetzt werden muss, haben wir auch ein Pachtmodell dazu entwickelt“, so Vertriebsleiter Ingo Vosen weiter. „Und die positive Resonanz zeigt uns, dass wir mit unserem Photovoltaik-Programm genau richtig liegen“, freut sich Ingo Vosen weiter. Die erste Informationsveranstaltung haben mehr als 120 Interessierte besucht und einige individuelle Anlagen sind bereits in Planung oder sogar im Bau.

Darüber hinaus ist die SWD-Gruppe an zahlreichen Wind- und Solarparks beteiligt. 2016 hat sie dazu 1,3 Millionen Euro investiert – in erster Linie für die Erweiterung des Wind- und Photovoltaikportfolios der RURENERGIE. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind neben den Stadtwerken Düren auch der Kreis Düren, die Sparkasse Düren, die EWV sowie die Stadtwerke Jülich beteiligt.

Aber auch der 2016 verlängerte Rahmenvertrag mit der IG-City zur Lieferung von SWD NaturStrom bis mindestens 31.12.2018 an die Mitgliedsunternehmen gehört zur Förderung umweltfreundlicher Energien dazu.


Dezentralisierung: SWD-Gruppe baut Stromnetz für die Zukunft aus
Eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Abkehr von fossilen Brennstoffen ist der Übergang von einer zentralen zu einer dezentralen Energieerzeugung. Dieser Trend hat im vergangenen Jahr deutlich an Dynamik zugelegt. So sind in Deutschland derzeit bereits über 1,5 Millionen dezentrale Anlagen, Photovoltaikanlagen auf Privathäusern, in Betrieb. Auf diese veränderten Anforderungen müssen auch die Netze vorbereitet sein. Die Stadtwerke haben aus diesem Grund über ihr Tochterunternehmen Leitungspartner im Jahr 2016 insgesamt 4,3 Millionen Euro in eine sichere und zukunftsorientierte Stromversorgung der Stadt Düren investiert. Damit schließen die Stadtwerke Düren auch ein auf drei Jahre angelegtes Investitionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 18 Millionen Euro erfolgreich ab. 2016 wurden weiterhin eine Reihe von Ortsnetzstationen modernisiert sowie das Umspannwerk Nord neu gebaut.

Zudem sichern die im Juli 2016 geschlossenen Konzessionsverträge für Strom und Gas zwischen der Stadt Düren und den Stadtwerken Düren die Weiterentwicklung und den Ausbau der Dürener Netze für weitere 20 Jahre. Für das Dürener Trinkwasser wurde der Konzessionsvertrag um 40 Jahre verlängert.

Als Vorreiter für die regionale Energiewende beteiligt sich die SWD-Gruppe außerdem über ihr Tochterunternehmen Leitungspartner am Projekt „QUIRINUS“, das vom Land NRW und der Europäischen Union über den Klimaschutzwettbewerb „VirtuelleKraftwerke.NRW“ gefördert wird. Bei dem Projekt wird untersucht, wie Netzbetreiber zum Beispiel Windanlagen, Photovoltaik-Anlagen und Stromproduzenten aus Industrie und Gewerbe in einer Region vernetzen und zu einem virtuellen Flächenkraftwerk bündeln können. Durch die Vernetzung sollen die verschiedenen Anlagen von einer zentralen Stelle aus gesteuert werden, sodass von dort das Stromangebot und die Stromnachfrage stabil aufeinander abgestimmt werden können. Zudem soll so die Systemsicherheit erhöht werden. „Die Abschaltung der Kernkraftwerke steht in den kommenden Jahren bevor und das Ende der Stromgewinnung aus Kohle ist mittelfristig ebenfalls absehbar. Flächenkraftwerke aus tausenden von kleinen Kraftwerken sind aber kein vollwertiger Ersatz. Deshalb bauen wir gemeinsam in der Region ein Management für das ‘Kraftwerk der Zukunft’ auf“, sagt der Geschäftsführer der Leitungspartner Cord Meyer. Neben den Leitungspartnern beteiligen sich auch noch weitere Netzbetreiber, Unternehmen aus der Energiewirtschaft sowie die FH Aachen an dem Projekt, das für drei Jahre ausgelegt ist.

„Was in der Energiewirtschaft die Dezentralisierung der Stromerzeugung ist, das sind bei städtebaulichen Projekten die Quartierlösungen“, beschreibt Heinrich Klocke ein weiteres Zukunftsthema der SWD. Auch hier möchten die SWD zukünftig verstärkt Produkte und Dienstleistungen anbieten: Der Dürener Energieversorger betrachtet diese Gebiete und Stadtteile ganzheitlich. Neben der Reduzierung des Energiebedarfs soll auch das Umfeld als Ganzes energetisch aufgewertet werden. Die SWD haben hier unter anderem mit Blockheizkraftwerken, wie zum Beispiel in Morschenich-Neu, oder Photovoltaikanlagen bereits konkrete Produkte im Angebot, die verstärkt ausgebaut werden sollen. Auch Ladelösungen für Elektroautos gehören dazu. Zusätzlich können passende Dienstleistungen angeboten werden. „Unser Ziel hier ist klar: Wir möchten für Eigentümer und Verwalter der erste energetische Partner in der Region sein“, so SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke.

Digitalisierung: SWD fördern digitalen Wandel in der Region und im Unternehmen
„Für die Stadtwerke Düren bedeutet das Thema Digitalisierung nicht nur, Tarife über das Internet abschließen oder seinen Zählerstand melden zu können“, sagt Heinrich Klocke. „Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitsabläufe auf allen Ebenen – und zwar grundlegend“, so Klocke weiter. Auf diese Veränderungen möchten die SWD nicht nur vorbereitet sein, sondern auch selbst Lösungen anbieten. Eine dieser Lösungen ist die 2016 vorgestellte App „APPsolut Düren“ für Android- und iOS-Smartphones. Damit bringen die Stadtwerke Düren Serviceangebote, Veranstaltungen und mehr aus Düren auf’s Handy. Fast 7500 Bürgerinnen und Bürger haben die App seit der Vorstellung beim Stadtfest 2016 heruntergeladen. „Wir verstehen die App nicht nur als Geschenk für die Dürenerinnen und Dürener, sondern auch als unseren Beitrag für die Digitalisierung der Region“, so Klocke bei den SWD. Der Funktionsumfang der App wird kontinuierlich erweitert.

Das im Jahr 2016 nochmals erweiterte virtuelle Kundencenter der SWD auf www.stadtwerke-dueren.de wird weiterhin gut angenommen. „Hier können wir unseren Kunden rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche einen maßgeschneiderten Service bieten“, freut sich Heinrich Klocke. Im virtuellen Kundencenter können SWD-Kunden unter anderem Abschlagsanpassungen vornehmen, Adress- und Kontodaten ändern, Zählerstände melden, sich über Förderprogramme informieren, ihren Umzug planen oder die persönliche Verbrauchshistorie einsehen. Nach dem erstmaligen Login und der Vergabe eines Passwortes werden die Funktionen freigeschaltet. SWD-Kunden erreichen das Portal über den Navigationspunkt „Login“ in der Menüleiste der SWD-Webseite am oberen Bildschirmrand. Zur Anmeldung reicht die Eingabe des Nachnamens und der Kundennummer. Derzeit nutzen bereits rund 800 der SWD-Kunden das Portal regelmäßig.

Auch intern stellt die Digitalisierung bei der SWD-Gruppe einen wichtigen Baustein dar: Am 1. Juni startet das neue Social Intranet, dessen konkrete Planung im Jahr 2016 begonnen hatte. „Auch als Arbeitgeber möchten wir mit der Zeit gehen und unseren rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SWD-Gruppe ein modernes Instrument zur internen Kommunikation zur Verfügung stellen“, so Heinrich Klocke. Im neuen Social Intranet wird es – ähnlich wie bei anderen Social Media Plattformen wie etwa Facebook – möglich sein, mit den Kolleginnen und Kollegen einfach und komfortabel in Kontakt zu treten, Wissen zu teilen, virtuelle Arbeitsgruppen zu gründen oder Informationen und Daten abteilungsübergreifend auszutauschen.

Darüber hinaus haben die Stadtwerke Düren 2016 den Betrieb von Teilen ihrer IT-Infrastruktur erstmals ausgeschrieben. Anfang 2017 hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT den Zuschlag erhalten. Bisher hatten die Leitungspartner alle Arbeiten und Dienstleistungen rund um die IT-Endgeräte innerhalb der SWD-Gruppe selbst erbracht. Nun werden diese sogenannten Client-Services-Aufgaben ab August 2017 von der regio iT erbracht.

Aus- und Fortbildung soll Fachkräftemangel entgegenwirken
Um sich sowohl als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren als auch dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken, haben die SWD 2016 ein Förderprogramm für junge Nachwuchskräfte gestartet. Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für dieses Förderprogramm von ihren Vorgesetzten vorgeschlagen oder konnten sich direkt selbst bewerben. Nach der Auswahlphase in den vergangenen Monaten startet das 2,5 Jahre dauernde Talentprogramm in Kürze. Nach einer intensiven Standort- und Potentialanalyse erhalten die Nachwuchskräfte individuell zugeschnittene Fortbildungen durch Coachings, Schulungsblöcke, Projektarbeiten und ein parallel laufendes Mentoringprogramm. „Die Anforderungen in der Wirtschaft werden immer anspruchsvoller und unsere Unternehmensgruppe verändert sich. Da ist es wichtig, dass wir unsere Nachwuchskräfte befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Zudem zeigen wir damit natürlich auch Entwicklungsmöglichkeiten auf und binden die Teilnehmer so dauerhaft an unser Unternehmen“, so Personalreferentin Andrea Jütten, die das Programm in der SWD-Gruppe koordiniert. Das Ziel ist bei allen Teilnehmern die Weiterentwicklung in Richtung ihres optimalen Potentials für Führungs-, Fach- und Projektlaufbahnen.

Steuern und Gewinnausschüttung für die Stadt Düren
Auch 2016 profitierte die Stadt Düren von den SWD. Rund 8,8 Millionen Euro (2015: 7,7 Millionen Euro) flossen insgesamt aus dem Wirtschaftsjahr 2016 im Rahmen von Konzessionsabgaben, Steuern und der Gewinnausschüttung in die Stadtkasse und wirkten sich entlastend auf den Haushalt aus.

 

Ausblick 2017
Für das Wirtschaftsjahr 2017 prognostizieren die SWD einen leicht sinkenden Stromabsatz auf 305 Gigawattstunden und bei der Erdgasversorgung einen auf circa 780 Gigawattstunden steigenden Absatz. Der Wasserverbrauch wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau bleiben. Die aktuelle Prognose sieht für 2017 einen Überschuss in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro vor.

 

Über die Stadtwerke Düren
Die Stadtwerke Düren GmbH ist der Energie- und Wasserversorger für die Stadt Düren sowie die Gemeinde Merzenich. Anteilseigner der SWD sind die Stadt Düren und die Innogy SE AG. Die Stadtwerke Düren GmbH bietet ihren rund 60.000 Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 260 Mitarbeiter, davon rund 18 Auszubildende. In puncto Umwelt sind die SWD regional und überregional stark engagiert. Dazu gehört die Beteiligung an der Green GECCO GmbH & Co. KG und an der Rurenergie GmbH. Beide Gemeinschaftsunternehmen entwickeln und realisieren Projekte rund um regenerative Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2017 jährlich vom Energieverbraucherportal als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet und seit 2015 auch als TOP-Lokalversorger Wasser. 2016 sind die SWD außerdem von FOCUS-MONEY als TOP-Stromanbieter ausgezeichnet worden.

 

 

 

 

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