Neues Wassertarifmodell bei den SWD

• Neues, verursachergerechtes Wassertarifmodell ab dem 01. September 2017
• Systempreis pro Wohneinheit statt Bereitstellungspreis und Grundpreis pro Wasserzähler

Düren, den 16. August 2017

Die Stadtwerke Düren (SWD) führen zum 01. September 2017 ein neues, zeitgemäßes Wassertarifmodell ein. Das Modell basiert auf einem Systempreis, der nach Wohneinheiten berechnet wird und verursachergerechter ist als der bisherige Grundpreis pro Wasserzähler. Dieser Systempreis ist höher als der bisherige Grundpreis. Gleichzeitig wird der Mengenpreis um 0,34 Euro je Kubikmeter Wasser auf 1,53 Euro gesenkt. Mit dem neuen Wassertarifmodell reagiert der regionale Energie- und Wasserversorger auf die seit Jahren rückläufigen Wasserverbräuche, verursacht durch wassersparende Haushaltsgeräte, den demografischen Wandel und einen ausgeprägten Wassersparwillen in der Gesellschaft. Die Kosten für die Aufrechterhaltung des Wassernetzes und der Wasserversorgung können jedoch nicht in gleichem Maße reduziert werden, da sie zum größten Teil aus fixen Kostenbestandteilen bestehen. Konkret bedeutet die Umstellung, dass sich der Systempreis an den angemessenen Bereitstellungskosten je Wohneinheit orientiert. Dadurch kann die Tarifumstellung für einen Dürener Durchschnittshaushalt in einem Mehrfamilienhaus mit 15 Wohneinheiten im Jahr eine Entlastung von rund 8,65 Euro im Geldbeutel bedeuten. Auf einen durchschnittlichen Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von rund 100 m³ kommen circa 8,63 Euro Mehrkosten pro Jahr zu. Dennoch ist mit dem neuen Tarifmodell keine generelle Preiserhöhung verbunden.


„Unser Trinkwasser muss auch in Zukunft bezahlbar und die Versorgung sicher sein – bei sinkenden Wasserabsätzen und zugleich steigenden Bereitstellungskosten ist es an der Zeit, unser Wasserpreismodell anzupassen und verursachergerechter zu gestalten”, erklärt SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke. „Bei der Umstellung war uns besonders wichtig, dass sich die Änderungen möglichst gering auf unsere Kunden auswirken und für die SWD-Gruppe umsatzneutral ausfallen. Deshalb haben wir sehr intensiv über einen längeren Zeitraum an dem neuen Wassertarifmodell gearbeitet“, erläutert Cord Meyer, Geschäftsführer der Leitungspartner, die als Tochterunternehmen der SWD für die Wassernetze verantwortlich sind. Nachdem der Aufsichtsrat dem neuen Modell im Vorfeld zugestimmt hat, kann es nun zum 01. September 2017 eingeführt werden.

 

Neuer Systempreisabrechnung nach Wohneinheit bei Privathaushalten, nach Verbrauchsmenge bei Gewerbe
Mit dem neuen Systempreis erfolgt eine stärkere Orientierung des Wasserpreises an den überwiegend fixen Kosten, die durch die Vorhaltung der Anlagen und des Wasserverteilungsnetzes bei der SWD entstehen. Mit Einführung des Systempreises entfallen der bisherige Zähler-Grundpreis sowie der Bereitstellungspreis. Die Höhe des Systempreises richtet sich bei Wohngebäuden nach der Anzahl der Wohneinheiten und liegt höher als der bisherige Grundpreis, dafür sinkt aber der verbrauchsabhängige Mengenpreis deutlich um 0,34 €/m³. Für das Gewerbe und sonstige Nicht-Wohnobjekte richtet sich der Systempreis nach der jährlichen Verbrauchsmenge.

Für Haushalte in Mehrfamilienhäusern kann das neue Wassertarifmodell eine Ersparnis bedeuten. „Wir sind uns natürlich bewusst, dass auf einige Haushalte Mehrkosten zukommen können. Wir möchten dabei aber betonen, dass wir die Umstellung umsatzneutral gestaltet haben. Das bedeutet, dass wir über das neue Modell keinen zusätzlichen Gewinn erzielen möchten“, so SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke.

Landeskartellbehörde befürwortet neues Wassertarifmodell
Das Systempreismodell ist nicht nur verursachergerechter, sondern wirkt auch mengenbedingten Preissteigerungen und Kostendeckungsdefiziten entgegen. Die Geschäftsführung der SWD-Gruppe hatte der Landeskartellbehörde das neue Tarifsystem zuvor vorgestellt. „Die Landeskartellbehörde sieht in der dargestellten Preismodellumstellung kartellrechtlich keine Bedenken", so Gabriele Krater, Leiterin der Landeskartellbehörde des NRW-Wirtschaftsministeriums.

Systempreismodell bereits bundesweit bewährt
Mit der Umstellung auf den Systempreis folgen die Stadtwerke Düren einem bundesweit zunehmend eingesetzten und inzwischen bewährten Preismodell. Die SWD haben sich dabei von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) und dem Beratungsunternehmen MOcons beraten lassen. Die RWW hat das Systempreismodell bereits 2012 nach mehrjähriger Entwicklungszeit eingeführt. Seitdem ist dieses Preissystem unter anderen von den Stadtwerken Jülich, dem Verbandswasserwerk Aldenhoven und den Stadtwerken Krefeld eingeführt worden.

Hohe Trinkwasserqualität und zukunftssichere Versorgung
Zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, den Leitungspartnern, investieren die Stadtwerke Düren kontinuierlich in das Rohrleitungsnetz und die Optimierung bei der Wasseraufbereitung. So wurde 2013 das Dürener Trinkwasser vom Flusswasser der Rur auf Wasser aus der Wehebachtalsperre umgestellt, die rund 55 Prozent des Trinkwasserbedarfs im Versorgungsgebiet der Stadtwerke abdeckt. Daneben wurde die Wassergewinnungsanlage an der Dr.-Overhues-Allee erneuert und ein Behälter zur Bevorratung des Dürener Trinkwassers saniert. Zudem fördert die SWD-Gruppe in einem Pilotprojekt mit Landwirten aus der Region den Trinkwasserschutz durch weniger Einsatz von Nitrat zur Düngung der Felder.

Pro Jahr beträgt die Wasserabgabe an die Dürenerinnen und Dürener aber auch an die Gewerbe- und die Industriebetriebe rund 5,3 Millionen Kubikmeter Wasser.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Wassertarifmodell
„Wir sind uns bewusst, dass bei der Einführung eines neuen Tarifmodells Fragen entstehen. Deshalb haben wir für unsere Kunden gerne die wichtigsten Fragen und Antworten auf unserer Internetseite bereitgestellt“, so der Leiter der SWD-Unternehmenskommunikation Jürgen Schulz. Die Liste findet sich unter: http://swd.li/wasser.

Kunden, die ihren aktuellen Zählerstand aufgrund der Umstellung hinterlegen möchten, können diesen per E-Mail an kontakt(at)stadtwerke-dueren.de durchgeben, telefonisch unter 02421-126 233 oder persönlich im Kundencenter, Zehnthofstraße.

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 09:00 Uhr – 16:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 Uhr – 18:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 15:00 Uhr.
Telefonisch ist das Kundencenter montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Über die Stadtwerke Düren
Die Stadtwerke Düren GmbH ist der Energie- und Wasserversorger für die Stadt Düren sowie die Gemeinde Merzenich. Anteilseigner der SWD sind die Stadt Düren und die Innogy SE AG. Die Stadtwerke Düren GmbH bietet ihren rund 60.000 Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 260 Mitarbeiter, davon rund 18 Auszubildende. In puncto Umwelt sind die SWD regional und überregional stark engagiert. Dazu gehört die Beteiligung an der Green GECCO GmbH & Co. KG und an der Rurenergie GmbH. Beide Gemeinschaftsunternehmen entwickeln und realisieren Projekte rund um regenerative Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2017 jährlich vom Energieverbraucherportal als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet und seit 2015 auch als TOP-Lokalversorger Wasser. 2016 sind die SWD außerdem von FOCUS-MONEY als TOP-Stromanbieter ausgezeichnet worden.

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