Aktuelles: Entwicklung auf dem Energiemarkt

 

 

Ab 01. September: Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV)

Wie Sie der Medienberichterstattung in den letzten Tagen sicher entnehmen konnten, hat die Bundesregierung zum 1. September die Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV) erlassen. Damit werden Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen stärker in die Pflicht genommen Energie zu sparen. Deshalb erhalten unsere Erdgaskunden in Kürze ein Anschreiben indem wir Sie gemäß  § 9 EnSikuMaV über Ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten informieren. Wir skizzieren Ihnen die voraussichtliche Kostenentwicklung und zeigen Ihnen, welche Ersparnisse selbst kleine Energiesparmaßnahmen erbringen können.

Was können Sie jetzt tun? Sparen Sie bewusst und konsequent Energie. In unserem SWD Hilfecenter finden Sie zahlreiche Energiespartipps, die Ihnen helfen, Ihren Verbrauch zu senken.


Zwei neue Gas-Umlagen beschlossen

Zum kommenden Gaswirtschaftsjahr hat die Bundesregierung zwei neue befristete Umlagen eingeführt: Die Gasbeschaffungsumlage und Gasspeicherumlage. Wir geben unsere entstandenen Mehrkosten 1:1 an unsere Gaskunden weiter.
Am 15.08. gab die Bundesregierung Höhe der Gasumlage mit 2,419 ct./kWh (netto)  bekannt.  Die Höhe der Gasspeicher-Umlage wird spätestens für den 18.08. erwartet.

Fragen und Antworten zu den neuen Gas-Umlagen

Die Bundesregierung hat zwei neue Gas-Umlagen beschlossen, die ab Oktober rechtskräftig werden. Dabei handelt es sich um die Gasbeschaffungs-Umlage (§ 26 EnSiG) und die Gasspeicherumlage (§ 35e EnWG).

Mit der zunehmenden, unberechenbaren Drosselung der Gasexporte seitens Russlands hat sich die Situation auf den Energiemärkten stetig angespannt und zu massiven Preissteigerungen geführt. Um die zentralen Marktakteure zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten, hat die Bundesregierung ab Oktober 2022 mit der Gasbeschaffungsumlage und Gasspeicherumlage zwei neue Umlagen beschlossen. Diese soll Gasimporteure entlasten, die wegen der reduzierten Lieferungen aus Russland aus anderen Bezugsquellen Gas zu extrem hohen Preisen einkaufen müssen, um ihren Vertragspflichten gegenüber ihren Kunden (u.a. Stadtwerken) nachzukommen. Die Umlagen sollen helfen, weitere Insolvenzen und Lieferausfälle zu verhindern.

Die Gasbeschaffungsumlage soll in der Zeit vom 01.10.2022 bis 01.04.2024 erhoben werden und verteilt Mehrkosten der Erdgasimporteure für die Gasnachbeschaffung aufgrund ausgefallener russischer Liefermengen gleichmäßig auf alle in Deutschland verkauften Erdgasmengen. Ziel der Umlage ist somit die Sicherung und Stabilisierung der deutschen Energiewirtschaft.

Die Gasspeicherumlage soll Kosten ersetzen, die der Firma Trading Hub Europe (THE) zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen, etwa für den Einkauf von Gas. THE ist für die deutsche Gasmarkt-Organisation zuständig. Die Umlage wird voraussichtlich bis zum 31.03.2025 erhoben.