Wasserpreis FAQ

Fragen und Antworten

Hier finden Sie die am häufigsten gestellen Fragen zu den Wasserpreisen der Stadtwerke Düren.

Wie setzt sich der Wasserpreis der Stadtwerke Düren zusammen?

Unser Wasserpreis setzt sich aus einem fixen "Systempreis" und einem variablen "Mengenpreis" zusammen.

Der Systempreis dient der Weiterberechnung der anteiligen Kosten für die Vorhaltung und den Betrieb des Wasserversorgungssystems („Systemkosten“). Er wird auf Basis der Wohneinheiten eines Gebäudes berechnet. Für Gebäude, die überwiegend gewerblich genutzt werden, wird der Systempreis nach Verbrauchsklassen gestaffelt.

Der Mengenpreis wird pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser berechnet.

Wie kann ich als Mieter meine Wasserkosten erfahren?

Mieter sollten sich an Ihren Vermieter wenden. Da Mieter nicht in direkter Vertragsbeziehung mit den Wasserversorgern stehen und der Wasserversorger die individuellen Verbräuche der Mieter nicht kennt, kann dieser keine Auskunft geben.

Ich habe eine Frage zu den Wasserpreisen. Wer hilft mir weiter?

Der Kundenservice beantwortet unter der Telefonnummer 02421/ 126 233 alle Fragen zu unseren Waserpreisen.

Mit einer Mail an kundenservice(at)stadtwerke-dueren.de können die Fragen auch schriftlich an den Kundenservice gestellt werden.

 

Wohneinheiten

Was versteht man unter einer „Wohneinheit“?

Als „Wohneinheit“ gelten zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmte oder genutzte Räume (für Wohnzwecke). Sie liegen in der Regel zusammen, sind nach außen abgeschlossen und dienen der Haushaltsführung. Wohneinheiten haben einen eigenen Eingang. Dieser ist unmittelbar vom Freien, über ein Treppenhaus oder einen sonstigen Vorraum erreichbar.

Wie wird die Anzahl der Wohneinheiten ermittelt?

Zunächst ist die Anzahl aller in einem Gebäude gelegenen Einheiten, ganz gleich ob Wohneinheiten oder nicht, zu ermitteln. Sodann ist zu ermitteln, wie viele eigenständige Wohnungen (Wohneinheiten) in dem Gebäude gelegen sind, und zwar unabhängig davon, ob bewohnt oder nicht. Einliegerwohnungen gelten als eigenständige Wohnungen (siehe auch ‚Was versteht man unter „Wohneinheit“?’).

Im März 2016 haben wir alle Kunden persönlich angeschrieben und sie gebeten uns mitzuteilen, wie viele Wohneinheiten der angegebene Wasserzähler im Objekt versorgt.

Aus Ihren Angaben haben wir u.a. die Anzahl der Wohneinheiten in dem Gebäude verwendet und ausgewertet. Wenn Sie an dieser Selbstauskunft nicht teilgenommen haben, sind wir u.a. von den bisherigen Daten in unserem System ausgegangen.

Wie wird bei Neuanschlüssen die „Anzahl Wohneinheiten“ ermittelt?

Bei Neuanschlüssen insbesondere Neubauten, die für Wohnzwecke genutzt werden, macht der Antragsteller im Antrag auf Wasserversorgung in dem dafür vorgesehenen Feld „Anzahl Wohnungen“ eine entsprechende Angabe.

Wo und wann sind in den Wasserversorgungsanträgen die Wohneinheiten anzugeben?

Bei Neuanschlüssen sind die Angaben auf dem Antrag auf Wasserversorgung zu machen.

Wenn es sich bei dem versorgten Objekt um ein Wohngebäude handelt, ist in dem Antragsvordruck zur Wasserversorgung das Feld „Wohnen“ anzukreuzen und im Feld „Anzahl Wohnungen“ die erforderliche Angabe zu machen.

Handelt es sich nicht um ein Wohngebäude, ist auf dem Antragsvordruck das Feld „Gewerbe oder sonstige Objekte“ anzukreuzen. Fehlen diese Angaben, sollte der Antrag zugesandt werden.

Wozu wird die genaue Anzahl der Wohneinheiten benötigt?

Ausschlaggebend für den Systempreis ist die Inanspruchnahme des Versorgungssystems. Die Wohngebäudegröße, also die Anzahl der Wohneinheiten, ist als Bemessungsgrundlage für den Systempreis an die Stelle des Wasserzählers getreten.

Wie kann die Anzahl der Wohneinheiten geändert werden, falls diese nicht korrekt ist oder sich ändert?

Stimmt die Gebäudezuordnung nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein, können die Daten vom Eigentümer korrigiert werden. Dies muss schriftlich geschehen. Hierzu muss sich der Eigentümer an den Kundenservice wenden und den Änderungswunsch mitteilen.

Dieser Änderungswunsch muss schriftlich erfolgen. Gerne auf dem Postweg, per Fax oder E-Mail an die bekannte Adressen.

Die Angaben werden anschließend überprüft und ggf. korrigiert und angepasst.

Werden die Angaben zu der Anzahl der Wohneinheiten überprüft?

Zunächst einmal liegen die Daten aus der Selbstauskunft vor. Hier hatten die Kunden Gelegenheit, eigene Angaben zu der Anzahl der Wohneinheiten zu machen. Der Versorger muss aus Gründen der Gleichbehandlung sicher stellen, dass die Angaben stimmen und diese stichprobenartig prüfen, das werden die Stadtwerke Düren bei den Zählerwechselungen regelmäßig vornehmen.

Welche Folgen haben falsche Angaben bei der Anzahl der Wohneinheiten?

Falsche Angaben führen zu einer nachträglichen Korrektur bei der Anzahl der Wohneinheiten. Die Korrektur wird mit Bekanntwerden der Falschangaben vorgenommen. Der Versorger muss sich die angemessene Prüfung vorbehalten.

Vorsorglich muss darauf hingewiesen werden, dass vorsätzliche Falschangaben des Kunden eine Vertragsstrafe nach § 23 Abs. 2 AVBWasserV auslösen können.

Wieso wird nicht nach der „Anzahl der Personen“ statt nach „Wohneinheiten“ abgerechnet?

Die Abrechnung nach Personen ist nicht durchführbar. Die Kunden müssten die Anzahl der Bewohner eines Gebäudes und auch die Änderungen laufend mitteilen. Das wäre aus Verwaltungsgründen unmöglich und aus datenschutzrechtlichen Gründen fragwürdig.

Die Rechtsprechung erlaubt, auf eine über die Erfassung der Anzahl der Wohneinheiten hinausgehende Differenzierung z.B. nach der Größe der Wohneinheit oder der Anzahl der Wohnräume zu verzichten, weil es einen allgemeinen Erfahrungssatz, wonach die Anzahl der Bewohner mit der Größe der Wohnung steigt, nicht gibt. (vgl. BGH-Urteil VIII ZR 245/15 vom 17.5.2017, OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 01.04.2004, 1 K 93/03)

Ob eine Wohnung von bestimmter Größe unter gewöhnlichen Umständen von einer Person, einer Familie oder einem Familienverband bewohnt wird, hängt von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen, den Wohngewohnheiten, dem Wohnumfeld und einer Vielzahl von weiteren sozialen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Bestimmungsfaktoren ab. Diese kann der Wasserversorger natürlich nicht berücksichtigen, insoweit wird die Wohneinheit als gerechtfertigter "Wahrscheinlichkeitsmaßstab" angesehen.

 

Systempreis für Wohngebäude

Wann gilt der Systempreis für Wohngebäude?

Zunächst ist zu klären, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohngebäude handelt. Dies ist dann der Fall, wenn in dem Haus eine oder mehrere Wohneinheiten enthalten sind und das Haus ausschließlich oder überwiegend für Wohnzwecke genutzt wird.

In diesem Fall gilt der Systempreis für Wohngebäude.

Wie kann ich den Systempreis für mein Wohngebäude selbst ermitteln?

Für den Systempreis bei Wohngebäuden ist die Anzahl der Wohneinheiten ausschlaggebend.

Im Preisblatt kann der für die entsprechende Anzahl der Wohneinheiten geltende individuelle Systempreis abgelesen werden.

Wird der Systempreis auch für leerstehende Wohnungen fällig?

Ja, der Systempreis ist auch für vorübergehend oder dauerhaft nicht bewohnte Wohneinheiten zu entrichten, denn solange ein Anschluss an die Trinkwasserversorgung besteht, erfolgt auch eine Leistungsvorhaltung für das gesamte Gebäude.

Wichtig: Aus hygienischen Gründen ist zu beachten, dass nicht genutzte Leitungsabschnitte bei Wiederinbetriebnahme gründlich gespült werden müssen. Wenn Leitungsabschnitte bzw. Hausanschlussleitungen länger als ein Jahr nicht genutzt werden, müssen diese kostenpflichtig vom Netz getrennt werden.

Führt ein Zählerausbau zum Wegfall des Systempreises für ein Wohngebäude?

Nein, denn auch beim Zählerausbau bleibt der Wasserlieferungsvertrag bestehen und der Anschluss des Objektes mit dem öffentlichen Leitungsnetzes verbunden. Die Leistungsvorhaltung bleibt erhalten. Solange die Verbindung nicht getrennt ist, besteht somit die Verpflichtung zur Entrichtung des Systempreises.

Nur wenn eine Trennung des Anschlussobjektes (Gebäude, sonstige Einrichtung oder unbebautes Grundstück) von der Hauptversorgungsleitung erfolgt ist, fällt kein Systempreis mehr an.

 

Wasserpreis für Gewerbe

Was versteht man unter „Gewerbe und sonstige versorgte Einheiten“?

Als „Gewerbe und sonstige versorgte Einheiten“ gelten alle an das Versorgungssystem angeschlossenen und nicht oder nicht überwiegend für Wohnzwecke genutzten Gebäude oder Gebäudeeinheiten (insbesondere Gewerbe, technische Einrichtungen) oder unbebauten Flächen mit einem Anschluss an das öffentliche Trinkwasserversorgungssystem (z.B. unbebaute Grundstücke, landwirtschaftliche Flächen usw.).

Wann gilt der Systempreis für Gewerbe?

Der Systempreis für „Gewerbe und sonstige versorgte Einheiten“ gilt für alle an das Versorgungssystem angeschlossenen und nicht oder nicht überwiegend für Wohnzwecke genutzten Gebäude (insbesondere Gewerbe, technische Einrichtungen). Er gilt auch für Grundstücksflächen (z.B. unbebaute Grundstücke, landwirtschaftliche Flächen usw.), die an der Wasserversorgung angeschlossen sind.

Der Systempreis für „Gewerbe und sonstige versorgte Einheiten“ gilt auch für Einrichtungen, die für Wohn- oder wohnähnliche Zwecke genutzt werden, bei denen aber keine eigenständigen, abgeschlossenen Wohneinheiten bestehen (z.B. Heime, Sanatorien o.ä.) und/oder die nicht zum dauerhaften Aufenthalt bestimmt sind oder genutzt werden (Hotels, Krankenhäuser).