Der Energieausweis

Pflicht bei Verkauf oder Vermietung

Der Energieausweis bewertet und dokumentiert die energetische Qualität eines Hauses. Am 1. Juli 2008 wurde er stufenweise für Immobilien eingeführt, um Eigentümern, Vermietern, aber auch Käufern und Mietern eine Orientierung zu geben, wie hoch die Energiekosten eines Gebäudes einzuschätzen sind.

Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?

Dabei gibt zwei verschiedene Arten von Energieausweisen: Den sogenannten Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. Der Bedarfsausweis wird auf Grundlage des berechneten Energiebedarfs des Gebäudes ausgestellt. Der Verbrauchsausweis geht von der Grundlage des gemessenen Energieverbrauchs der Bewohner des Gebäudes aus, und ist demnach stark vom individuellen Verhalten der Bewohner abhängig.

Mehr Transparenz für Immobilienkäufer

Um für mehr Transparenz im Hinblick auf die Energieeffizienz von Gebäuden zu sorgen, schreibt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) seit dem 1. Mai 2014 ein neues Dokument vor. Mit der neuen EnEV gelten erstmals Regeln für Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien. Die Effizienzklassen werden mittels eines Bandtachos von Effizienzklasse A+ bis H mit den entsprechenden Angaben des Energiebedarfs in kWh pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m² x a) dargestellt.

Häufig gestellte Fragen zum Energieausweis

Wer benötigt den Energieausweis?

Der Verkäufer oder Vermieter eines Hauses oder einer Wohnung ist verpflichtet, jedem potenziellen Käufer oder neuen Mieter einen Energieausweis vorzulegen.

Er kann beispielsweise eine Kopie des Ausweises aushängen, damit sich die Interessenten bei einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung über die Daten informieren können. Dies gilt also nur für den Fall, dass sich bei der Nutzung ein Wechsel vollzieht.

Baudenkmäler und Gebäude mit weniger als 50 Quadratmeter Fläche sind von dieser Regelung ausgenommen. Die Energieausweise haben eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Die Energieeinsparverordnung schreibt vor, dass nur Fachkräfte zur Ausstellung des Energieausweises berechtigt sind, die eine "besondere Aus- und/oder Weiterbildung sowie Berufspraxis" vorweisen können.

Zu diesem Personenkreis gehören meist Ingenieure, Architekten, Physiker, Schornsteinfeger, Energieberater oder Handwerker, die spezifische Berufserfahrungen vorweisen können. Wer ohne die fachliche Berechtigung vorsätzlich oder fahrlässig Energieausweise ausstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Um Anbieter von Energieausweisen im Raum Düren zu finden, können Sie den Suchservice auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nutzen. Wenn Sie Ihre Postleitzahl und den Wohnort eingeben, erhalten Sie eine Liste zugelassener Energieberater in Ihrer Nähe: https://www.energie-effizienz-experten.de/expertensuche/.

Woher bekomme ich die Energieverbrauchsdaten für den verbrauchsorientierten Energieausweis?

Um Hauseigentümer bei der Erstellung des Energieausweises zu unterstützen, können die Verbrauchsdaten für die Strom- und Erdgasverbräuche bei dem Netzbetreiber, der Leitungspartner GmbH, angefordert werden.

Für die Wärmelieferung in Ihrem Objekt, erhalten Sie diese gerne von Ihren Stadtwerken. Unter energieberatung(at)stadtwerke-dueren.de oder telefonisch unter 02421/126 257 erhalten Sie die benötigten Informationen.

Hinweis: Für die Verbrauchsdaten wird eine Bearbeitungsgebühr von 50€ zzgl. MwSt. für bis zu zehn Wohneinheiten bzw. 79€ zzgl. MwSt. für mehr als zehn Wohneinheiten berechnet.

 

Weitere Informationen zum Thema Energieausweis erhalten Sie unter anderem bei den örtlichen Verbraucherzentralen, der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), den Fachverbänden für Immobilienbesitzer und Vermieter oder den zuständigen Behörden Ihrer Stadt oder Gemeinde.


Wichtig: Die Stadtwerke Düren erstellen keine Energieausweise. Benötigen Sie trotzdem Unterstützung, dann rufen Sie uns gerne an. Wir helfen bei der Wahl der passenden Variante!