Stadtwerke stehen für Daseinsvorsorge auch in Krisenzeiten

Daseinsvorsorge ist für die Stadtwerke Düren Teil der Unternehmensphilosophie

•    Unterscheidung zu Billiganbietern: Das Einstellen der Belieferung von Strom oder Gas wegen veränderter Einkaufspreise undenkbar

•    Leichte Entspannung am Energiemarkt ermöglicht ehemaligen Discounter-Kunden Abschluss von Sonderverträgen

Düren, den 24. Januar 2022

Dank einer leichten Entspannung auf dem Energiemarkt und damit verbundenen sinkenden Beschaffungspreisen können die Stadtwerke Düren (SWD) ab sofort wieder ihre Strom-Sondertarife für Neukunden anbieten. Außerdem hat der Energieversorger den Verbrauchspreis im Grundversorgungstarif für diese Kundengruppe um circa 50 % auf 49,18 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Trotz der weiterhin angespannten Lage auf dem Energiemarkt konnten die SWD so innerhalb von nur rund drei Wochen – und damit wesentlich schneller als erwartet – Entlastung für Neukunden im Grundversorgertarif schaffen. Der Verbrauchspreis liegt nun wieder im regionalen Durchschnitt. Zudem können diese Kunden wieder in einen der günstigeren Sondertarife wechseln. Damit sind die SWD nicht nur ihrer Fürsorgepflicht nachgekommen, Kunden von unseriösen Anbietern durchgängig mit Energie zu versorgen, sondern haben es Dank des außergewöhnlichen Einsatzes der Mitarbeiter geschafft, den Grund-versorgungstarif wieder zu senken und die Kunden zu entlasten.

„Nachdem wir unseren Grundversorgungstarif für Neukunden im Dezember aufgrund der extremen Lage auf dem Energiemarkt leider erhöhen mussten, freuen wir uns sehr, dass wir den Verbrauchspreis so schnell wieder senken und dem Durchschnittsniveau anpassen konnten. So sind die rund 1.000 Stromkunden, die wir zuletzt von Energiediscountern wie Stromio und anderen in die Grund- und Ersatzversorgung übernommen haben, wieder deutlich entlastet“, sagt SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke. 

Stadtwerke stehen für Daseinsvorsorge auch in Krisenzeiten
„Während unseriöse Billiganbieter auf schnelle Gewinne fokussiert sind und sich von einem Tag auf den anderen aus der Verantwortung gezogen und ihren Kundinnen und Kunden sehr kurzfristig gekündigt haben, haben wir als Grundversorger für eine durchgängige Energieversorgung gesorgt“, so Klocke weiter. „Als lokaler Grundversorger bleiben wir auch für neue Kunden am Markt und nehmen damit unsere Aufgabe in der Daseinsvorsorge als verlässlicher Partner voll war.“    

 „Ich möchte betonen, dass viele SWD-Mitarbeitende dafür in der besonders angespannten Lage rund um Weihnachten auf ihren wohl verdienten Urlaub verzichtet und Großes geleistet haben. Zudem haben wir das Risiko in der extrem schwankenden und hochpreisigen Börsenphase übernommen“, erklärt der SWD-Geschäftsführer weiter. Klocke weist daher Vorwürfe, die unter anderem von Verbraucherzentralen kommen, überhöhte Preise im neuen Grundversorgertarif zu berechnen, deutlich zurück. „Die ersatzversorgten Kunden waren nur wenige Tage von den hohen Grundversorgungspreisen betroffen“, erklärt Klocke.    Seit dem 14. Januar haben die SWD den Grundversorgungstarif für Neukunden wieder deutlich senken können.     

Warum sind die Beschaffungspreise so extrem gestiegen?
Nach einer langen Phase relativ stabiler Großhandelspreise für Energie sind die Preise in der zweiten Jahreshälfte 2021 auf ein bisher undenkbares Niveau förmlich explodiert. Die Hintergründe dafür dürften in den vielen ungeklärten diplomatischen Fragen mit Russland liegen. Stichworte sind hier etwa die Ukraine-Krise und NordStream 2.In der Folge bewegen sich die Gasimporte nach Europa und die Füllstände der saisonalen Gasspeicher auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau.Dazu kommt die konjunkturell- und witterungsbedingte erhöhte Energienachfrage“, erklärt SWD-Vertriebsleiter Ingo Vosen.

„Als verantwortungsvoller Energie- und Wasserversorger kümmern wir uns bereits lange Zeit (bis zu drei Jahre) im Voraus darum, die benötigte Energie für unsere Bestandskunden einzukaufen – um so möglichst lange stabile und verlässliche Tarife bieten zu können“, unterstreicht Ingo Vosen. „Für Kunden, die nur kurzfristig in die Grund- und Ersatzversorgung wechseln, weil ihr bisheriger Anbieter die Belieferung eingestellt hat, müssen wir die Energie zu tagesaktuellen Kursen einkaufen. Und die sind zuletzt enorm gestiegen“, erklärt Vosen weiter. 

In einer gemeinsamen Verlautbarung der Wettbewerbsbehörden von Bund und Ländern vom 08.11.2021 wurde diese Tarifspaltung explizit als zulässig bezeichnet. Dieser Auffassung folgten die Stadtwerke Düren, erwarten vom Gesetzgeber aber gleichzeitig eine schnelle Regelung, damit Verbraucher und Versorger hier Klarheit haben. Kunden in der Ersatzversorgung haben ein tägliches Kündigungsrecht. Die Stadtwerke haben die Erfahrung gemacht, dass gerade ehemalige Kunden von Energiediscountern sich nur selten langfristig an die SWD binden. „Aus diesem Grund finden wir es nur fair, dass wir die aktuell enorm erhöhten Beschaffungspreise auch nur an die weiterleiten, für die wir tagesaktuell Strom und Gas einkaufen müssen. Alles andere wäre unseren oft jahrzehntelangen treuen Kunden gegenüber nicht fair,“ so Vosen abschließend.     

BDEW rät Kunden mit Lieferstopp eines Billiganbieters zu Schadenersatzklagen
Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, rät Kunden, die von Billiganbietern plötzlich nicht mehr mit Energie beliefert werden, zu Schadenersatzklagen. Der BDEW hat die Bundesregierung gebeten, entsprechend zu handeln.

Über die Stadtwerke Düren
Mit Ökostrom und CO2-neutralem Erdgas setzen die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) für ihre rund 60.000 Kunden aus Düren und der Gemeinde Merzenich ausschließlich auf umweltfreundliche Energie. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Heute sind die Stadtwerke Düren ein ganzheitlicher Energiedienstleister, bei dem Umdenken ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist.  Neben der zuverlässigen und nachhaltigen Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser gestalten die SWD so dank zukunftsweisender Themen wie Photovoltaik, Wärme-Contracting oder E-Mobilität die Energiewende für die Menschen vor Ort aktiv mit. 

Über die Beteiligungen an der Green GECCO GmbH & Co. KG sowie der Rurenergie 
GmbH unterstützen die Stadtwerke Düren zahlreiche Projekte rund um den Ausbau regenerativer Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2020 vom Energieverbraucherportal jährlich als „TOP-Lokalversorger“ ausgezeichnet, 2020 außerdem von FOCUS-MONEY als „TOP Stromversorger Region Düren“. Die hohe Servicequalität der SWD wird seit 2018 jährlich durch die imug-Auszeichnung „TOP-Performer“ untermauert.

Anteilseigner der SWD sind mehrheitlich die Stadt Düren sowie die zur E.ON gehörende Westenergie AG. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihren Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH und der Energie-Revolte GmbH, rund 280 Mitarbeiter, davon 18 Auszubildende.