Dynamischer Stromtarif fürs E-Auto – so laden Sie günstiger
Wer ein Elektroauto fährt, verbraucht deutlich mehr Strom als ein durchschnittlicher Haushalt – je nach Modell und Fahrleistung zwischen 1.500 und 3.500 Kilowattstunden pro Jahr allein fürs Laden. Genau das macht E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzer zur idealen Zielgruppe für einen dynamischen Stromtarif. Statt eines festen Arbeitspreises zahlen Sie hier nach dem aktuellen Börsenstrompreis – und wer seinen Ladevorgang auf günstige Stunden legt, kann die Ladekosten spürbar senken.
Wie viel kann ich mit dynamischem Laden wirklich sparen?
Das Sparpotenzial hängt davon ab, wann Sie laden. An der Strombörse schwanken die Preise täglich – manchmal liegen günstige und teure Stunden bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde auseinander. Ein Rechenbeispiel: Ein Haushalt mit E-Auto lädt jährlich rund 2.500 kWh. Wer konsequent in Niedrigpreisphasen lädt, statt das Auto nach der Arbeit sofort anzuschließen, kann im Jahr schnell 100 bis 200 Euro an Ladekosten einsparen – je nach Preislage an der Börse.
Wann ist Strom besonders günstig? – Die besten Ladezeiten
Der Strompreis an der Börse folgt einem wiederkehrenden Muster: Nachts zwischen etwa 22 und 6 Uhr ist die Nachfrage gering und das Angebot oft hoch – besonders wenn viel Wind weht. Auch mittags an sonnigen Tagen drückt viel Solarstrom die Preise nach unten. Teure Zeiten sind hingegen die Morgen- und Abendstunden unter der Woche, wenn viele Menschen gleichzeitig Strom verbrauchen.
Für E-Auto-Besitzer:innen bedeutet das: Wer das Auto abends einstöpselt, aber den Ladestart auf die Nacht verzögert, zahlt deutlich weniger. Moderne Wallboxen erlauben das Einstellen einer Ladezeit per App – ohne dass Sie nachts aufstehen müssen.
Was brauche ich? – Die drei Voraussetzungen
Damit Sie vom dynamischen Tarif profitieren können, brauchen Sie drei Dinge: einen intelligenten Stromzähler, eine steuerbare Wallbox und den passenden Tarif. Klingt nach viel – ist aber schneller erledigt, als Sie denken.
Intelligentes Laden – manuell oder automatisch?
Sie müssen kein Technikprofi sein, um mit dem dynamischen Tarif zu sparen. Es gibt zwei einfache Wege:
- Manuell: Sie checken einmal täglich den Preisverlauf in Ihrer App – zum Beispiel abends, bevor Sie das Auto anstecken – und stellen den Ladebeginn entsprechend ein. Das dauert etwa eine Minute.
- Automatisch: Kompatible Wallboxen oder Smart-Home-Systeme können den Ladevorgang selbstständig in günstige Stunden legen. Sie geben nur vor, bis wann das Auto geladen sein muss.
Passt der dynamische Tarif zu meinem Fahrprofil?
Der dynamische Tarif ist nicht für jeden gleich attraktiv – aber für die meisten E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzer lohnt er sich. Besonders gut passt er, wenn Sie:
- hauptsächlich zu Hause laden und eine eigene Wallbox haben,
- den Ladezeitpunkt flexibel wählen können – also nicht jeden Morgen um 6 Uhr zwingend ein volles Auto benötigen,
- ein planbares Fahrprofil haben, zum Beispiel als Pendler:in mit festen Arbeitszeiten,
- oder einfach Interesse daran haben, aktiv von der Energiewende zu profitieren.
Weniger geeignet ist der Tarif, wenn Sie Ihr Fahrzeug täglich sofort und vollständig laden müssen und dabei keine Zeitflexibilität haben. In diesem Fall bieten unsere klassischen Ökostromtarife eine verlässliche Alternative ohne Preisschwankungen.
Häufige Fragen zum dynamischen Tarif fürs E-Auto
Nein – der dynamische Stromtarif gilt ausschließlich für Ihren Heimanschluss. An öffentlichen Ladesäulen gelten die jeweiligen Preise des Betreibers. Das intelligente, günstige Laden funktioniert also vor allem zu Hause, wo Sie Zeitpunkt und Dauer selbst bestimmen können.
Sie sehen die Preisvorschau für den nächsten Tag bereits ab dem frühen Nachmittag in Ihrer App. Bei ungewöhnlich hohen Preisen können Sie den Ladevorgang manuell verschieben oder Ihre Wallbox so konfigurieren, dass sie ab einem bestimmten Preis automatisch pausiert. Mit etwas Planung lassen sich Hochpreisphasen gut umgehen.
In der Regel nicht. Ein Smart Meter für Ihren gesamten Haushaltsanschluss genügt. Möchten Sie den Ladestrom aus steuerlichen Gründen oder für die Arbeitgeber-Abrechnung separat erfassen, kann ein Unterzähler sinnvoll sein – das ist aber keine Voraussetzung für den dynamischen Tarif.
Ja – prinzipiell ist jedes Elektroauto kompatibel. Die dynamische Steuerung findet nicht im Fahrzeug, sondern in der Wallbox oder per App statt. Entscheidend ist, dass Ihre Wallbox eine Zeitsteuerung oder eine Smart-Home-Anbindung unterstützt. Welche Modelle das bieten, beraten wir Sie gerne persönlich.
Nein. Wer es komfortabel mag, richtet die Wallbox einmalig so ein, dass sie automatisch nachts lädt – und muss sich danach um nichts mehr kümmern. Wer aktiver sparen möchte, kann die Tagesvorschau kurz checken und gezielt reagieren. Beides ist möglich.
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