Wer ein Elektroauto fährt, verbraucht deutlich mehr Strom als ein durchschnittlicher Haushalt – je nach Modell und Fahrleistung zwischen 1.500 und 3.500 Kilowattstunden pro Jahr allein fürs Laden. Genau das macht E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzer zur idealen Zielgruppe für einen dynamischen Stromtarif. Statt eines festen Arbeitspreises zahlen Sie hier nach dem aktuellen Börsenstrompreis – und wer seinen Ladevorgang auf günstige Stunden legt, kann die Ladekosten spürbar senken.
Das Sparpotenzial hängt davon ab, wann Sie laden. An der Strombörse schwanken die Preise täglich – manchmal liegen günstige und teure Stunden bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde auseinander. Ein Rechenbeispiel: Ein Haushalt mit E-Auto lädt jährlich rund 2.500 kWh. Wer konsequent in Niedrigpreisphasen lädt, statt das Auto nach der Arbeit sofort anzuschließen, kann im Jahr schnell 100 bis 200 Euro an Ladekosten einsparen – je nach Preislage an der Börse.
Der Strompreis an der Börse folgt einem wiederkehrenden Muster: Nachts zwischen etwa 22 und 6 Uhr ist die Nachfrage gering und das Angebot oft hoch – besonders wenn viel Wind weht. Auch mittags an sonnigen Tagen drückt viel Solarstrom die Preise nach unten. Teure Zeiten sind hingegen die Morgen- und Abendstunden unter der Woche, wenn viele Menschen gleichzeitig Strom verbrauchen.
Für E-Auto-Besitzer:innen bedeutet das: Wer das Auto abends einstöpselt, aber den Ladestart auf die Nacht verzögert, zahlt deutlich weniger. Moderne Wallboxen erlauben das Einstellen einer Ladezeit per App – ohne dass Sie nachts aufstehen müssen.
Damit Sie vom dynamischen Tarif profitieren können, brauchen Sie drei Dinge: einen intelligenten Stromzähler, eine steuerbare Wallbox und den passenden Tarif. Klingt nach viel – ist aber schneller erledigt, als Sie denken.
Sie müssen kein Technikprofi sein, um mit dem dynamischen Tarif zu sparen. Es gibt zwei einfache Wege:
Der dynamische Tarif ist nicht für jeden gleich attraktiv – aber für die meisten E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzer lohnt er sich. Besonders gut passt er, wenn Sie:
Weniger geeignet ist der Tarif, wenn Sie Ihr Fahrzeug täglich sofort und vollständig laden müssen und dabei keine Zeitflexibilität haben. In diesem Fall bieten unsere klassischen Ökostromtarife eine verlässliche Alternative ohne Preisschwankungen.
Nein – der dynamische Stromtarif gilt ausschließlich für Ihren Heimanschluss. An öffentlichen Ladesäulen gelten die jeweiligen Preise des Betreibers. Das intelligente, günstige Laden funktioniert also vor allem zu Hause, wo Sie Zeitpunkt und Dauer selbst bestimmen können.
Sie sehen die Preisvorschau für den nächsten Tag bereits ab dem frühen Nachmittag in Ihrer App. Bei ungewöhnlich hohen Preisen können Sie den Ladevorgang manuell verschieben oder Ihre Wallbox so konfigurieren, dass sie ab einem bestimmten Preis automatisch pausiert. Mit etwas Planung lassen sich Hochpreisphasen gut umgehen.
In der Regel nicht. Ein Smart Meter für Ihren gesamten Haushaltsanschluss genügt. Möchten Sie den Ladestrom aus steuerlichen Gründen oder für die Arbeitgeber-Abrechnung separat erfassen, kann ein Unterzähler sinnvoll sein – das ist aber keine Voraussetzung für den dynamischen Tarif.
Ja – prinzipiell ist jedes Elektroauto kompatibel. Die dynamische Steuerung findet nicht im Fahrzeug, sondern in der Wallbox oder per App statt. Entscheidend ist, dass Ihre Wallbox eine Zeitsteuerung oder eine Smart-Home-Anbindung unterstützt. Welche Modelle das bieten, beraten wir Sie gerne persönlich.
Nein. Wer es komfortabel mag, richtet die Wallbox einmalig so ein, dass sie automatisch nachts lädt – und muss sich danach um nichts mehr kümmern. Wer aktiver sparen möchte, kann die Tagesvorschau kurz checken und gezielt reagieren. Beides ist möglich.
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