„Die Energiebranche steht kontinuierlich vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sind wir zufrieden mit dem Ergebnis und dem zurückliegenden Jahr“, bekräftigt SWD-Geschäftsführerin Maria Creeten. 2025 war für die SWD-Gruppe ein Jahr der vielen konkreten Schritte: Für Kundinnen und Kunden. Für Mitarbeitende. Und für alle Bürgerinnen und Bürger in Düren.
Standortanalyse: 25 Cent von jedem Euro bleiben in Düren
Wie eng die SWD mit den Menschen in Düren verbunden sind, zeigt unter anderem die im Dezember 2025 veröffentlichte Standortanalyse. Das zentrale Ergebnis: 25 Cent von jedem Euro, den Kundinnen und Kunden an die SWD zahlen, verbleiben direkt in Düren und der Region. Die regionale Wertschöpfung lag bei rund 48 Millionen Euro. Über 280 Arbeitsplätze gibt es direkt bei der SWD-Gruppe – darüber hinaus sichert die Stadtwerke Gruppe rechnerisch 747 Arbeitsplätze in der Region. „Ein erheblicher Teil unserer Einnahmen fließt direkt oder indirekt zurück in die Region“, sagt Creeten. Mit einer Ausbildungsquote von über 5,7 Prozent zählt die SWD-Gruppe zudem zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben vor Ort.
Preissenkung zum 1. März 2026: Entlastung, die ankommt
Zum 1. März senkten die SWD die Preise für Strom und Gas in der Grundversorgung und führten zudem neue Tarife ein. Möglich wurde das durch eine langfristige Beschaffungsstrategie: Die Mengen für 2026 wurden bereits zwischen 2023 und 2025 zu stabilen Preisen eingekauft. Das ist der Grund, warum die SWD die Preise trotz der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt aktuell stabil halten können. Hinzu kamen sinkende Netzentgelte. Maria Creeten: „Wir geben weiter, was wir einsparen können.“ Gleichzeitig betont Creeten, dass sich die derzeit angespannte Lage an den Energiemärkten künftig in den Preisen niederschlagen kann, falls sie länger anhält.
Kundenfreundlichkeit: ServiceCenter am Kaiserplatz umfangreich saniert
Seit Ende 2025 saniert und modernisiert der Dürener Energie- und Wasserversorger sein ServiceCenter am Kaiserplatz. Neue Fensterfront und Fassade, energetisch sanierte, gedämmte Wände, mehr Barrierefreiheit, die gezielt auch die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl berücksichtigen und ein moderner Wartebereich sind zentrale Bausteine, die zu mehr Kundenfreundlichkeit beitragen und zugleich Energie einsparen. Beauftragt wurden ausschließlich lokale Unternehmen. „Für uns ist es selbstverständlich, bei solchen Projekten die lokale Wertschöpfung im Blick zu behalten. Wer für regionale Verbundenheit steht, sollte diese auch im eigenen Handeln widerspiegeln – gemeinsam mit Partnern aus Düren und Umgebung“, erklärt Maria Creeten.
Investitionen: 14,3 Millionen Euro für Düren
Insgesamt investierten die SWD und ihr Tochterunternehmen Leitungspartner im Jahr 2025 rund 14,3 Millionen Euro in Netze, Anlagen und Versorgungssicherheit – rund 300.000 Euro mehr als im Vorjahr. Der Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung der Netze auf die Weiterentwicklung der Energiewende. „Das ist unser Versprechen: Strom, Gas und Wasser sollen in Düren weiterhin sicher fließen – auch wenn sich die Rahmenbedingungen verändern“, so der Geschäftsführer der Leitungspartner Cord Meyer. Einer der Schwerpunkte war die Modernisierung der Pumpstation an der Wehebachtalsperre. Nach fast drei Jahren Vorbereitung nahmen die Leitungspartner die Anlage 2025 in Betrieb. Wo bisher zwei Pumpen ihren Dienst leisteten, sorgen nun drei Pumpen für eine maximale Ausfallsicherheit beim Transport des Talsperrenwassers nach Düren. Sie erzeugen einen Druck von bis zu 14 bar, um das Trinkwasser über 150 Höhenmeter zu pumpen.
Erdgasumstellung: Ein Großprojekt, das die Bürger mittragen
Bei einem anderen Großprojekt der Leitungspartner geht es weniger um die Netze selbst als vielmehr darum, was durch sie zu den Dürenerinnen und Dürenern geleitet wird: Erdgas. Weil die Erdgasvorkommen in den Niederlanden ausgeschöpft sind, ist eine Umstellung von L- auf H-Gas notwendig. Der erste Schritt dazu – die Erhebung aller rund 33.000 Gasgeräte in den Dürener Haushalten und Unternehmen – war 2025 ein zentrales Thema, das nun vollständig abgeschlossen ist. „Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden – vor allem, weil die Dürenerinnen und Dürener das hervorragend mittragen. Ohne diese Kooperation wäre ein solches Projekt nicht möglich. Vielen Dank dafür!“, sagt Meyer. Ab Mitte November 2026 werden alle anpassbaren Gasgeräte nach und nach durch die beauftragten Fach-Monteure auf die künftige H-Gas-Qualität technisch angepasst.
Kommunale Wärmeplanung: Erste Konturen, keine Vorschriften
Ein weiteres Thema, das die kommenden Jahre prägen wird, ist die kommunale Wärmeplanung, die die SWD gemeinsam mit der Stadt Düren im Jahr 2025 fertiggestellt haben. Die Planung zeigt auf, wo in Düren in Zukunft welche Heizungsart und mit welcher Energiequelle, die jeweils wirtschaftlichste ist. Die Möglichkeiten reichen von Strom über Wasserstoff bis zur Nutzung der Wärmeenergie lokaler Industriebetriebe, wie etwa in den Fokusgebieten Birkesdorf und Niederau. Wichtig dabei: Für Bürgerinnen und Bürger entstehen daraus zunächst keine Verpflichtungen.
Ausgezeichnet: „Most Responsible Employer"
Das vielschichtige Engagement für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde im vergangenen Jahr durch die Auszeichnung „Most Responsible Employer“ der ZEIT-Verlagsgruppe und der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu gewürdigt. Hier hat es die SWD-Gruppe auf Platz 3 unter 100 bewerteten Unternehmen der Energiewirtschaft und auf Platz 12 unter insgesamt 300.000 betrachteten Arbeitgebern geschafft. Bewertet wurden unter anderem Unternehmenskultur, soziale Verantwortung, Mitarbeiterzufriedenheit und Zukunftsorientierung. „Verantwortungsvolles Handeln bedeutet für uns, nicht nur Energie und Wasser zuverlässig zu liefern, sondern für unsere Mitarbeitenden ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher und fair behandelt und gefördert fühlen. Das spüren am Ende ebenso alle, die wir mit Strom, Gas, Wasser und Wärme versorgen“, ist Creeten überzeugt.
Arbeitssicherheit: Vorher schon gut, jetzt noch besser
Wer Menschen in den Fokus stellt, fängt im eigenen Haus an. Die Arbeitssicherheit bei der SWD-Tochter Leitungspartner war schon zuvor auf hohem Niveau – 2025 wurde sie noch einmal deutlich weiterentwickelt. Das Unternehmen investierte daher in neue, sorgfältig ausgewählte Arbeitssicherheitskleidung für alle rund 100 operativ tätigen Mitarbeitenden. Dafür hatten einige freiwillige Mitarbeitende zunächst über mehrere Monate hinweg verschiedene Produkte „probegetragen“ und bewertet, bevor die Neuausstattung für alle beschafft wurde. „Wir wollten die optimale Ausstattung für die Kolleginnen und Kollegen finden – und zwar aus der Sicht derer, die täglich damit arbeiten. Das ist die Voraussetzung, damit die Kleidung wirklich genutzt wird. Das haben wir geschafft“, so Meyer. Das Thema Arbeitssicherheit selbst stellten die Leitungspartner auch 2026 weiterhin mit einer Arbeitssicherheitswoche rund um den Welttag der Arbeitssicherheit am 27. April in den Mittelpunkt. „Jeder soll abends so nach Hause gehen, wie er morgens zur Arbeit gekommen ist – gesund natürlich.“ Deshalb sei es so wichtig, kontinuierlich am Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen zu arbeiten. „Sonst schleichen sich Gewohnheiten ein“, ist Cord Meyer überzeugt.
Lean Management: Bessere Prozesse für Kundschaft – und für Mitarbeitende
Nicht nur das Thema sicheres Arbeiten, auch effizientes Arbeiten war 2025 bei der SWD-Gruppe ein wichtiges Thema. Ende des vergangenen Jahres fand der erste “Lean Tag” statt – ein ganztägiges Format, bei dem Mitarbeitende strukturiert an realen Herausforderungen des Arbeitsalltags arbeiten konnten. 2026 wird das Format mit vier Quartalsterminen fortgeführt. SWD-Vertriebsleiter Alex Zuza: „Uns geht es um zwei Dinge: weniger Reibung für die Kolleginnen und Kollegen und mehr Geschwindigkeit für die Kundschaft Wer im Alltag zum Beispiel unnötige Hürden oder Redundanzen vermeidet, arbeitet effizienter. Das zahlt sich letztlich auch für unsere Kund:innen aus.“
Strategische Personalplanung: Mit Weitsicht statt Hektik
Ein Grund für viele dieser Aktivitäten ist eine strategische HR-Aufgabe, die die SWD-Gruppe besonders ernst nimmt: In den kommenden zehn Jahren werden viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Knobloch, seit 2024 Personalleiterin der SWD-Gruppe, hat 2024 deshalb gemeinsam mit ihrem Team die Personalplanung strategisch ausgerichtet. Die zentrale Frage: Welche Rollen brauchen wir mit Blick auf KI, Energiewende und veränderte Kundenanforderungen – und wer in unserem Haus könnte diese übernehmen? Die Idee dahinter: Vorhandene Expertise im eigenen Haus nutzen, Kolleginnen und Kollegen eine Perspektive bieten und sie so langfristig an die SWD-Gruppe binden. Das Ergebnis ist ein Nachbesetzungsverfahren, bei dem vorhandene, interne Kräfte besonders gefördert werden. „Eine erste Success-Story können wir hier schon vorweisen: Ein junger Kollege wurde schon mit über einem Jahr Vorlauf vor dem Ruhestand seines Vorgängers zum Sachgebietsleiter befördert. Der erfahrene Kollege trat in die zweite Reihe zurück und steht bis zum wohlverdienten Ruhestand noch mit Rat und Tat zur Seite, sodass wir einen absolut reibungslosen Übergang gewährleisten können“, berichtet Knobloch.
Ausbildung: Der Nachwuchs von morgen beginnt heute
Die rückläufigen Bewerberzahlen im Ausbildungsmarkt spürt auch die SWD-Gruppe: Für die im Sommer beginnende Ausbildung sind sowohl im Ausbildungsgang Elektroniker:in für Betriebstechnik wie auch Mechatroniker:in noch Ausbildungsplätze frei. Insgesamt gibt es bei der SWD-Gruppe rund 30 Auszubildende und duale Studierende, davon bis zu 11 neue Starter pro Jahr, wenn alle Stellen besetzt werden. „Was wir jungen Menschen bieten, ist eine echte langfristige Perspektive. Und das ist gerade in unsicheren Zeiten ein starkes Argument“, ist Knobloch überzeugt.
Weitere Projekte der Stadtwerke Düren in Zahlen
Bis Ende 2025 betrieben die SWD im Dürener Stadtgebiet insgesamt 244 Ladepunkte an 85 Ladestationen für Elektrofahrzeuge, das sind 7 Ladestationen und 16 Ladepunkte mehr als im Vorjahr. Sieben neue Mieterstrom-Anlagen wurden im vergangenen Jahr in Betrieb genommen und erhöhten damit die Anzahl auf 42. Rund 500 Haushalte können so den lokal erzeugten Strom direkt in ihrem Wohnhaus nutzen. Über 3.000 Endkund:innen wurden 2025 über das Contracting der Stadtwerke Düren sicher und zuverlässig mit Wärme versorgt. Dafür betreiben die SWD für rund 550 Gebäude in Düren Heizungsanlagen und Nahwärmekonzepte.
Klare Haltung in vielen Entscheidungen
Ob bei Preisen, im Service, im Netz, bei der Arbeitssicherheit oder in der Personalentwicklung: 2025 war für die SWD-Gruppe ein Jahr, in dem sich die klare Haltung in vielen Entscheidungen gezeigt hat. „Es geht um Menschen – um die, die hier leben, die hier arbeiten, und die, die uns vertrauen. Das ist kein Marketing-Satz, das ist unser Job. Und den machen und leben wir sehr gerne", so Maria Creeten. Darauf kann die Stadt Düren bauen: Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten die SWD ein Betriebsergebnis auf stabilem Niveau.
Über die Stadtwerke Düren
Unter anderem mit Ökostrom setzen die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) für ihre rund 60.000 Kunden aus Düren und der Gemeinde Merzenich auf eine umweltfreundliche Energieversorgung. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Heute sind die Stadtwerke Düren ein ganzheitlicher Energiedienstleister, bei dem Umdenken ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Neben der zuverlässigen und nachhaltigen Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser gestalten die SWD so dank zukunftsweisender Themen wie Photovoltaik, Wärme-Contracting oder E-Mobilität die Energiewende für die Menschen vor Ort aktiv mit.
Über die Beteiligungen an der Green GECCO GmbH & Co. KG sowie der Rurenergie GmbH unterstützen die Stadtwerke Düren zahlreiche Projekte rund um den Ausbau regenerativer Energien. Das Unternehmen ist zusammen mit 13 weiteren Energieversorgern Gründungsmitglied der Initiative Klimawerke. Ziel ist es, bis spätestens zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreicht zu haben. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Auch im Jahr 2026 sind die Stadtwerke Düren vom Energieverbraucherportal als „TOP-Lokalversorger“ (Strom/Gas/Wärme/Wasser) aus-gezeichnet worden. Die hohe Servicequalität der SWD wird durch die imug-Auszeichnung „Benchmarksieger Service Telefon“ untermauert.
Anteilseigner der SWD sind mehrheitlich die Stadt Düren sowie die zur E.ON gehörende Westenergie AG. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochter-unternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 288 Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende.