7 Millionen für Erneuerung der Wasserleitung

•    Stadtwerke Düren (SWD) erneuern bis Anfang 2021 die Hauptwasserleitung von Haus Bonsbusch bis zum Tierheim
•    Erster Bauabschnitt wurde trotz anspruchsvoller Baugrundsituation erfolgreich abgeschlossen
•    Trinkwasserversorgung während der Bauarbeiten ohne Einschränkungen sichergestellt. 

Düren, den 25. November 2020
Die Leitungspartner GmbH erneuert im Auftrag der Stadtwerke Düren (SWD) in den kommenden Wochen den zweiten von drei Teilabschnitten einer zentralen Wasser-Transportleitung für Düren: Die Arbeiten zwischen Haus Bonsbusch und dem Dürener Tierheim (2,15 km) dauern voraussichtlich bis Anfang 2021 und sind die komplexesten auf der gesamten Strecke. Die Arbeiten am ersten Teilstück (2 km), vom Wasserwerk am Hemgenberg bis Haus Bonsbusch, wurden im November 2019 begonnen und Mitte dieses Jahres erfolgreich fertiggestellt. Der letzte Teil vom Dürener Tierheim bis zur Burgauer Allee, der insgesamt 7,2 Kilometer langen Strecke, soll 2021-2022 in Angriff genommen werden. Für alle drei Bauabschnitte investiert der regionale Energie- und Wasserversorger zusammen rund 7,0 Millionen Euro. Während der Baumaßnahmen bleibt die Trinkwasserversorgung aufrechterhalten. 

„Ich freue mich sehr, dass die bisherigen Arbeiten an der Wasserleitung so gut verlaufen sind und wir jetzt in die nächste Phase gehen. Der zweite Bauabschnitt ist sehr anspruchsvoll, aber ich habe großes Vertrauen in unser Team der Leitungspartner“, sagt Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren. Auf dem etwas mehr als zwei Kilometer langen Teilabschnitt zwischen Haus Bonsbusch und dem Dürener Tierheim befinden sich mit der Rur, mehreren Mühlenteichen, der Rurtalbahn sowie mehreren Hauptverkehrsstraßen einige Hindernisse, weshalb sich die Leitungspartner entschieden haben, diese mittels sogenannter Horizontal-Spülbohrungen zu unterqueren, ohne dass es zu großen Beeinträchtigungen kommt. Insgesamt sind vier Bohrungen mit einer Gesamtlänge von rund 800 Metern notwendig. „Aufgrund des Durchmessers der Wasserleitung von 50 cm wird hier ein leistungsstarkes Großbohrgerät zum Einsatz kommen. Damit sind Bohrungen bis 80 Zentimeter Durchmesser möglich“, erklärt Cord Meyer, Geschäftsführer der Leitungspartner. Das Spülbohrverfahren kommt beim Verlegen von Wasserleitungen häufig zum Einsatz. Das geschieht insbesondere dann, wenn Teiche oder Flüsse gekreuzt werden müssen. „Doch dieser große Bohrdurchmesser ist für uns eine Besonderheit und erfordert umfangreiche Vorbereitungen“, so Meyer weiter. 

Neben den Spülbohrungen kommt ein zweites grabenloses Spezial-Bauverfahren zum Einsatz: Das sogenannte Schlauchrelining.  Reliningverfahren können immer dann angewendet werden, wenn es ausreichend ist, ein neues, kleineres Rohr in das vorhandene alte einzuziehen. Verwendet wird hierbei ein patentierter dünnwandiger Spezialschlauch, der in gefalteter Form in das alte Rohr eingezogen und später mit Dampf aufgeblasen wird. Er schmiegt sich so an die bestehende Rohrwand an. Cord Meyer: „Mit diesem Verfahren haben wir bereits vor 15 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Schlauch verringert den Durchmesser des alten Rohres kaum, so dass die Leistungsfähigkeit der Transportleitung erhalten bleibt. Es ist zudem umweltfreundlich, langlebig und sehr wirtschaftlich gegenüber einer herkömmlichen Erneuerung einer Wasserleitung in einem offenen Graben“. Beide Bauverfahren erfordern nur geringe Eingriffe in die Natur, und es brauchen keine Straßen aufgerissen oder längere Gräben ausgebaggert werden

Umwelt- und Naturschutz zentraler Bestandteil der Planungen 
Um den Einfluss auf Umwelt und Natur während der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten, realisieren die Stadtwerke Düren und ihr Tochterunternehmen Leitungspartner auch diesen Bauabschnitt wieder in den Herbst- und Wintermonaten. „Die Feldfrüchte sind abgeerntet, die Natur geht langsam in die Winterruhe, so werden Flurschäden auf den Wald- und Ackerflächen weitgehend vermieden“, erklärt Cord 

Meyer. Auch versucht der Dürener Energie- und Wasserversorger, die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. „Da wir uns in diesem Bauabschnitt jetzt jedoch einem enger besiedelten Gebiet nähern, wird das nicht immer möglich sein. Wir bitten die Anwohnerinnen und Anwohner deshalb um Verständnis – schließlich geht es um ein so wichtiges Projekt wie die sichere Wasserversorgung“, sagt Heinrich Klocke.

„Dat Wasser von Düren es jot“
Während der Erneuerung der Hauptwasserleitung erhalten die Dürenerinnen und Dürener ihr Trinkwasser aus verschiedenen anderen Quellen im Stadtgebiet, die ebenfalls im Wasserspeicher am Annakirmesplatz zusammenfließen. Um die Qualität ihres Trinkwassers müssen sich die Dürener auch jetzt keine Gedanken machen, versichert der Wasserversorger: „In unserem eigenen, zertifiziertem Wasserlabor in Obermaubach kontrollieren unsere Experten das Dürener Trinkwasser kontinuierlich – und das deutlich öfter als gesetzlich vorgeschrieben. So wurden allein im Jahr 2019 über 3700 Wasserproben analysiert. Auf diese Weise stellen wir dauerhaft die beste Wasserqualität sicher“, sagt Heinrich Klocke. 

 

Über die Stadtwerke Düren
Mit Ökostrom und CO2-neutralem Erdgas setzen die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) für ihre rund 60.000 Kunden aus Düren und der Gemeinde Merzenich ausschließlich auf umweltfreundliche Energie. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Heute sind die Stadtwerke Düren ein ganzheitlicher Energiedienstleister, bei dem Umdenken ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist.  Neben der zuverlässigen und nachhaltigen Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser gestalten die SWD so dank zukunftsweisender Themen wie Photovoltaik, Wärme-Contracting oder E-Mobilität die Energiewende für die Menschen vor Ort aktiv mit. 

Über die Beteiligungen an der Green GECCO GmbH & Co. KG sowie der Rurenergie 
GmbH unterstützen die Stadtwerke Düren zahlreiche Projekte rund um den Ausbau regenerativer Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2020 vom Energieverbraucherportal jährlich als „TOP-Lokalversorger“ ausgezeichnet, 2020 außerdem von FOCUS-MONEY als „TOP Stromversorger Region Düren“. Die hohe Servicequalität der SWD wird seit 2018 jährlich durch die imug-Auszeichnung „TOP-Performer“ untermauert.
Anteilseigner der SWD sind mehrheitlich die Stadt Düren sowie die zur Eon AG gehörende Westenergie AG. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 280 Mitarbeiter, davon 18 Auszubildende.

Über die Leitungspartner
Die Leitungspartner GmbH ist die Netzgesellschaft für die Stadt Düren und die Gemeinde Merzenich. Das Unternehmen mit Sitz in Düren ist eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Düren und seit dem 01. Januar 2013 für den Ausbau und Betrieb der Stromnetze, Gasnetze, Wassernetze, Wärmenetze und Datennetze zuständig. Die Leitungspartner beschäftigen rund 180 Mitarbeiter.