Zwei staatliche Umlagen verteuern den Gaspreis

●    Auswirkungen der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage 
●    Preisänderung zum 1. Oktober 2022
●    Dringende Empfehlung zum Energiesparen  

 

Düren, den 18. August 2022

Deutschland deckt seinen Erdgasbedarf im Wesentlichen durch Importe aus den Niederlanden, Norwegen und Russland. Lieferungen aus Russland machten dabei in den vergangenen Jahren einen Anteil von rund 55 % aus. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar haben die russischen Gaskonzerne ihre Lieferungen nach Europa jedoch aus offensichtlich politischen Gründen deutlich reduziert. Hierdurch sind einige systemrelevante Marktakteure, insbesondere die Importeure, auf Grund von Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung von Gas in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und müssen mit staatlicher Unterstützung stabilisiert werden. Mit der neuen Gaspreisanpassungsverordnung hat die Bundesregierung Regelungen erlassen, wie die entstandenen und entstehenden Mehrkosten erhoben und in Form der sogenannten Gasbeschaffungsumlage weitergegeben werden können.  Hauptziel ist dabei, die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter sowie die Funktionsfähigkeit des gesamten deutschen Energieversorgungssystems sicherzustellen. In diesem Zusammenhang hat die Bundesnetzagentur auch das von der Trading Hub Europe erarbeitete Konzept Erreichung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicher genehmigt. Die sich daraus ergebende Gasspeicherumlage wird zeitgleich mit der Gasbeschaffungsumlage ab dem 1. Oktober erhoben. Dadurch erhöht sich auch für die Gaskund:innen der Stadtwerke Düren (SWD) der Gaspreis. Beide Umlagen sind zeitlich bis April 2024 bzw. März 2025 befristet und werden von den Gasversorgern, ebenso wie andere staatliche Abgaben oder Umlagen, erhoben und abgeführt. 


Auswirkungen der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage auf den Gaspreis
Durch die neuen, staatlich vorgegebene Gasbeschaffungsumlage (2,419 Cent/kWh netto / 2,88 Cent/kWh brutto) und Gasspeicherumlage (0,059 Cent/kWh netto / 0,07 Cent/kWh brutto), steigen für die Gaskunden der SWD die Preise ab dem 1. Oktober 2022 in allen Erdgastarifen.  Bei einem Verbrauch von 5.000 kWh/Jahr sind rd. 147,50 Euro im Jahr mehr zu zahlen, ein Verbrauch von 15.000 kWh/Jahr führt zu einer Mehrbelastung von rd. 442,50 Euro/Jahr. Sollte die Bundesregierung eine Senkung der Mehrwertsteuer für Erdgas beschließen, wird die Belastung entsprechend niedriger ausfallen. „Wir bedauern sehr, dass sich der Gaspreis durch die beiden Umlagen nochmals erhöht. Derzeit sind leider keine Anzeichen der Entspannung bei den Preisen zu sehen“, bedauert Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren. „Für die Verbraucher:innen aber auch Gewerbe- und  Industrieunternehmen gibt es daher nur ein wirksames Instrument, um sich gegen die Mehrkosten zu stemmen:  Energiesparen. Das ist das Gebot der Stunde und auch unsere dringende Empfehlung“, betont Klocke! Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Energiespartipps und Informationen rund um das Thema Energiesparen, die sich auf der Internetseite www.stadtwerke-dueren.de der Stadtwerke Düren befinden. „Ein Umstieg auf elektrische Heizöfchen ist in diesem Zusammenhang eine schlechte Lösung,“ erläutert Heinrich Klocke. „Einerseits steigen die Kosten für Heizen dadurch mehr, als dass sie sinken. Andererseits wird das Stromnetz im Herbst/Winter sehr stark belastet, was es unbedingt zu vermeiden gilt.“

Die Kund:innen der Stadtwerke Düren werden in den nächsten Tagen schriftlich über diese Preisänderung informiert. Um höhere Nachzahlungen zu vermeiden, erfolgt eine Anpassung der Abschläge automatisch von Seiten der SWD.    

Über die Stadtwerke Düren
Mit Ökostrom und CO2-neutralem Erdgas setzen die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) für ihre rund 60.000 Kundinnen und Kunden aus Düren und der Gemeinde Merzenich ausschließlich auf umweltfreundliche Energie. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Heute sind die Stadtwerke Düren ein ganzheitlicher Energiedienstleister, bei dem Umdenken ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Neben der zuverlässigen und nachhaltigen Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser gestalten die SWD so dank zukunftsweisender Themen wie Photovoltaik, Wärme-Contracting oder E-Mobilität die Energiewende für die Menschen vor Ort aktiv mit. 

Über die Beteiligungen an der Green GECCO GmbH & Co. KG sowie der Rurenergie GmbH unterstützen die Stadtwerke Düren zahlreiche Projekte rund um den Ausbau regenerativer Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2020 vom Energieverbraucherportal jährlich als „TOP-Lokalversorger“ ausgezeichnet, 2020 außerdem von FOCUS-MONEY als „TOP Stromversorger Region Düren“. Die hohe Servicequalität der SWD wird seit 2018 jährlich durch die imug-Auszeichnung „TOP-Performer“ untermauert. Anteilseigner der SWD sind mehrheitlich die Stadt Düren sowie die zur E.ON gehörende Westenergie AG. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihren Tochter-unternehmen, der Leitungspartner GmbH und der Energie-Revolte GmbH, rund 264 Mitarbeiter, davon 19 Auszubildende.